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"Neutral Musican" von Horn Audiophiles

Januar 2011 - Karl Belkner


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Wer bei der Firma "Horn Audiophiles" nur an teure High End-Kabel denkt, wird hiermit eines Besseren belehrt. Für den preisbewussten Einsteiger gibt es von der Rahdener Kabelmanufaktur bereits für wenig Geld vernünftige Qualität. Dabei kommen die Kabel keineswegs aus Fernost. Stattdessen werden sie in Deutschland hergestellt und per Hand konfektioniert.




Der Aufbau
Skizze Aufbau vergrössern

D

er koaxiale Kabelaufbau mit einem Kupfer-Spiralwendelschirm und einer metallisierten Vlies-Folie garantiert eine besonders gute Schirmung gegenüber Störeinflüssen von Außen. Das wertvolle Audiosignal wird über einen H1-PE isolierten Innenleiter mit 102 x 0,05 mm H-OFC-Kupferlitze geschickt. Ein hochflexibler Kabelmantel aus Soft-PVC ermöglicht kleine Biegeradien und eine lange Lebensdauer. Bei der Kabelkonstruktion wurde auf eine wirksame Unterdrückung von Mikrofonieeffekten geachtet. Die Stecker haben einen Kupfer-Masseanteil von > 57%. Dies führt zu einer geringen magnetischen Suszeptibilität (Magnetisierbarkeit) und Permeabilität (magnetische Leitfähigkeit). Die Kontakte sind direkt vergoldet und schützen das empfindliche Kupfer des Steckers langlebig gegenüber Korrosion. Durch ein Lot mit 10 % Silbergehalt werden die Übergangswiderstände so gering wie möglich gehalten. Das Kabel inklusive der Leiter und der Hilfsstoffe wird ausschließlich in Deutschland hergestellt. Durch die Fertigung und Selektion des Materials kann eine hohe Produktqualität gewährleistet werden.



Die Produktfamilie

N

eben dem "Neutral Musican" gibt es noch den "The Analyst". Beide gehören zu der Signalkabelfamilie "Hiflex OFC Audio Interconnect". Sie unterscheiden sich äußerlich nur durch die Beschriftung auf dem Kabelmantel.



Der Klang

B

ei jedem NF-Kabel aus dem Fachhandel stellt sich grundsätzlich die Frage, welcher Mehrwert gegenüber einer Beipackstrippe gegeben ist. Manch einer möchte darüber hinaus vielleicht noch wissen, ob für wenige Euro mehr ein noch besseres Kabel erhältlich ist. Doch lassen Sie uns diese Fragen zunächst einmal zurückstellen. Wir hatten für unseren Hörtest wieder einmal die "Guitar 2 Collection" von ALR Jordan aus dem CD-Regal geholt. Zum Vergleich hatten wir uns neben einer Beipackstrippe auch noch die Kabelschwester "The Analyst" geholt. Schließlich wollten wir eine Antwort auf die anfangs gestellten Fragen finden.

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Die Beipackstrippe durfte den Anfang machen. Schnell zog sie unser Missfallen wegen harscher und nerviger Höhen und flacher Darstellung auf sich. Dagegen konnte das "Neutral Musican" durch seine musikalische und äußerst druckvolle Spielweise Pluspunkte verbuchen. Das Klangbild wirkte nicht mehr so nervös und flach. Dennoch wollte nicht so richtig Freude aufkommen. Die klangliche Darstellung wirkte tendenziell träge und schwermütig. Der Stimme von Allison Krauss in "It Doesn't Matter" fehlte Volumen, feinste Nuancen gingen unter. Zugegeben, durch die tägliche Praxis mit vielfach teureren Kabeln sind wir natürlich auch ein wenig verwöhnt. Vielleicht war unsere Erwartungshaltung an ein Kabel, das nicht einmal 50 Euro kostet, zu hoch?


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