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April 2014 - Karl Belkner

audiophiler Tipp Gezielte Kontrolle über unerwünschte Resonanzen:

Das Controlboard von Phonosophie


Ingo Hansen, Chef von Phonosophie war kurzfristig zu Besuch in unseren Hörraum gekommen. Aus dem "Phonosophie-Tuningmobil" hatte er diverse audiophile "Spielsachen" mitgebracht. Unter anderem das frisch überarbeitete Controlboard.

Controlboard von Phonosophie Unterseite Phonosophie-Controlboard, Foto: Karl Belkner

Das Controlboard als solches ist ja eigentlich nichts Neues. Seit über 10 Jahren wird es von Phonosophie vertrieben und ist auch seit fünf Jahren fester Bestandteil unseres Redaktions-Racks. Dennoch hatte Herr Hansen das Board mitgebracht und bestand auf einen Hörtest. Kein Problem, warum nicht?

Phonosophie Controlboard Funier bis 2014 Funier bis 2013





Phonosophie Controlboard Funier ab 2014 Funier ab 2014

Das neue Board hat die gleichen Abmessungen und ist "Ruck-Zuck" mit dem "alten" Controlboard des Redaktions-Rack ausgetauscht. Durch das geänderte Outfit des neuen Bords ist eine Verwechslung mit dem alten Board nicht möglich. Während das Vorgängerprodukt im unauffälligen, strukturlosen Grau seine Dienste verrichtete, hat der Nachfolger eine moderne Carbon-Optik spendiert bekommen. Dennoch passen altes und neues Board optisch gut zusammen, sodass in einem Rack eine Kombination von alt und neu auch aus optischen Gesichtspunkten problemlos möglich ist.

Moderne Carbonoptik für guten Klang?

Nachdem der CD-Player in Verbindung mit dem alten Board bereits mehrere Minuten aufgespielt hatte, kam der Moment des Boardwechsels. Die Erwartungshaltung auf eine deutliche klangliche Verbesserung war, ehrlich gesagt, auf meiner Seite nicht wirklich groß. Aber, wer Ingo Hansen kennt, wird bestätigen können dass die Produkte von Phonosophie immer für eine Überraschung gut sind. Nach 10 Sekunden war der Boardwechsel vollzogen und der CD-Player wurde aus seinem Pausenmodus erlöst.

Das gibt es doch nicht ...

Bereits nach wenigen Sekunden war die Sache klar: Um eine gefühlte Klasse besser löste sich die Musik von den Lautsprechern. Ein viel offeneres, luftigeres Klangbild mit noch breiterer Bühne führte zu einem ungläubigen Staunen im Hörraum. Mit einer Ausnahme: Herr Hansen hatte das Ergebnis natürlich erwartet und versuchte sich den Spaß, den ihm ein verdutztes Redakteursgesicht bereitete, nicht allzu deutlich anmerken zu lassen. Dennoch: Ich habe sein unauffälliges Schmunzeln trotzdem bemerkt!

Wie ist das möglich?

Doch woher kommt die hohe Performance? Wie gesagt, die Abmessungen gegenüber dem Vorgängerboard sind gleich geblieben. An dem konnte es nicht liegen. Auch das Muster und die Abmessungen der Ausfräsung an der Unterseite des Boards sind gleich geblieben. Auch hier Fehlanzeige. Also kann es doch nur an dem Trägermaterial liegen? Eine neue Holzsorte vielleicht?

Weit gefehlt - die Ursache liegt in dem neuen Furniermaterial des Brettes. Nachdem das bisher verbaute Furniermaterial für die Produktion von neuen Controlboards nicht mehr lieferbar war, experimentierte Phonosophie mit neuen Furnieren. Obwohl der gleiche Furnierkleber und das gleiche Holz-Trägermaterial verwendet wurde, gab es bereits bei den Prototypen eklatante Klangunterschiede nur durch unterschiedliche Furniere.

Die Boden-Ausfräsungen

Gem. Phonosophie sollen die Ausfräsungen ein Aufschaukeln von Schwingungen innerhalb des Boards verhindern. Dabei wird Resonanzenergie vernichtet, die sich nicht mehr über Mikrofonie-Effekte mit dem Musiksignal vermischen kann.

Ingo Hansen bringt es auf den Punkt:

"In der Vergangenheit haben wir bei der Entwicklung des Boards den Fokus auf die mechanische Optimierung gelegt. Doch es gibt auch elektrische Felder zwischen Board und den HiFi-Komponenten. Das Furnier des Controlboards hat einen großen Einfluss auf diese Felder. Das verwendete Material reduziert die Felder und somit die Störeinflüsse auf die HiFi-Komponenten."

Im Laufe des mittlerweile fortgeschrittenen Abends folgten noch etliche A/B-Vergleiche mit dem Controlboard. Das Resümee daraus: Das Board wird zur Redaktionsausstattung!



Fazit

Das neue Controlboard begeistert und erstaunt zugleich. Die klanglichen Unterschiede zum Vorgängerboard sind überdeutlich: Die virtuelle Musikbühne vergrößert sich in Höhe, Breite und Tiefe und der Abstand zwischen den Instrumenten nimmt zu. Das Klangbild wirkt tonal neutral, die räumliche Darstellung ist luftig und klar konturiert.

Im Gegensatz dazu wirkt das "alte" Controlboard komprimierter, mit einer Betonung des Mitten- und Bassbereichs.

Das neue Board eignet sich hervorragend für alle Phonosophie-Racks. Zudem kann es wegen der Norm-Maße auch in viele Racks von anderen Herstellern integriert werden. Selbst ein bloßes Auflegen auf einen anderen Rackboden kann bereits zu einer klanglichen Verbesserung führen. Angesichts des überschaubaren Anschaffungspreises und der erzielbaren Klangverbesserung eine klare Empfehlung!



Vertrieb

Phonosophie
I. Hansen Vertriebs GmbH
Luruper Hauptstraße 204
D-22547 Hamburg
Tel.: 040 / 83 70 77

E-Mail: support@phonosophie.de
Web: www.phonosophie.de

Preis/Ausführung

Stellfläche 45 x 38 cm x 1 cm;

Preis: Euro 160,- (inkl. MwSt, zzgl. Versand)