WBT-PlasmaProtect™ RCA-Buchse

WBT RCA-Buchse
WBT-0210 Cu RCA-Buchse mit PlasmaProtect ™ — Foto: WBT

Über Gold und Kupfer

Wer kennt sie nicht, die unscheinbaren Cinchbuchsen an der Rückseite nahezu aller Audiokomponenten. Meist wird diesen kleinen Bauteilen wenig Aufmerksamkeit gewidmet und wenn, dann wird häufig nur auf eine vergoldete Ausführung geachtet. Doch vergoldet ist nicht gleich vergoldet, hier gibt es große Unterschiede.

Der leitende Teil einer Buchse besteht entweder aus Messing oder Kupfer. Dabei ist wegen der Leitfähigkeit Kupfer das bessere Material (siehe https://www.audiophil-online.de/themen/leitfaehigkeit.html). Allerdings oxidiert Kupfer im Laufe der Zeit an den Kontaktstellen, was sich negativ auf den elektrischen Widerstand auswirkt. Daher wird Kupfer üblicherweise mit einer dünnen Goldschicht bzw. einem anderen Edelmetall gegen Korrosion geschützt.

In der Regel wird die schützende Oberflächenveredelung unter Zuhilfenahme von Chemikalien in einem galvanischen Bad vorgenommen. Diese Methode erlaubt wegen chemischer Einschlüsse nur eine ungleichmäßige Beschichtung, auch wenn man mit bloßem Auge keine Unregelmäßigkeiten erkennen kann.

Seit der Markteinführung der WBT-nextGen™-Steckverbindungen ist es längst kein Geheimnis mehr, dass sich massearme Steckverbindungen gegenüber massiven klanglich vorteilhaft auswirken (Testbericht unter https://www.audiophil-online.de/stecker-buchsen-verbinder/wbt-0110-cu-nextgen-cinchstecker.html).

Was ist WBT PlasmaProtect™?

Nun setzt WBT bei seinen neuen nextGen™-Steckverbindern mit PlasmaProtect™ noch eins drauf: Massearme Kupferleiter in Verbindung mit einer hochwertigeren Goldbeschichtung. Erreicht wird dies durch völligen Verzicht auf Chemikalien durch einen Prozess namens PVD (Physical Vapor Deposition).

Vor dem neuen Beschichtungsprozess, der im übrigen wesentlich umweltverträglicher als die konventionelle Galvanisierung ist, werden die Kupferleiter in einer Hochstrom-Polieranlage von Verunreinigungen befreit und auf Hochglanz poliert. Anschließend wird durch eine im Hochvakuum gezündete Plasmaentladung reines Gold atomar an der Kupferoberfläche angebunden. Gem. WBT ergibt dies eine unlösbare Verbindung (van der Waals-Kräfte) und eine Oberfläche mit kristallin geordneter Struktur, die einen breitbandigen Signalfluss ergibt.

Vorbereitung zum Hörtest

Nun, das mit dem breitbandigen Signalfluss liest sich ja sehr gut, aber wie sieht das in der Praxis aus? Ist das nachvollziehbar oder eher eine theoretische Folgerung? Damit wir uns ein (akustisches) Bild von den Vorzügen der neuen innovativen Technologie machen können, schickte uns WBT freundlicherweise eine Testapparatur zu.

 

WBT-PlasmaProtect™ RCA-Buchse
WBT – Testgerät

Bei dieser Testapparatur sind die neuen PlasmaProtect™-Buchsen sowie konventionelle WBT-classic-Buchsen verbaut. Es wird einfach zwischen der Signalquelle und dem Verstärker eingeschleift. Bei dem weiß gekennzeichneten Buchsenfeld wird das Audiosignal eingeführt und kann bei beiden rot gekennzeichneten Buchsengruppen abgegriffen werden.

Ein Potentiometer an der Front der Testapparatur entkoppelt die Eingangsbuchsen von den Ausgangsbuchsen und verhindert dadurch unerwünschtes Brummen beim Umstecken zwischen der classic- und nextGen™ PlasmaProtect™-Buchse. Als Verbindungskabel benutzten wir konventionelles nextGen™-Kabel aus unserem Fundus.

WBT-PlasmaProtect™ RCA-Buchse
Links: WBT-PlasmaProtect™ – Rechts: WBT-classic

Der Hörvergleich

Album Adele 25
Album Adele 25

Den Beginn des Hörparcours eröffnete Adele passend mit HELLO. Im direkten Vergleich mit den WBT-classic Buchsen fiel auf, dass bei den PlasmaProtect™-Buchsen die Dynamik, insbesondere der Stimme, deutlich zulegte.

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WBT-PlasmaProtect™ RCA-Buchse

Bei den classic-Buchsen hörte sich Adeles Vocal „gequetscht“ an, so als ob ein elektronischer Kompressor den Dynamikumfang eingeschränkt hatte.

Es entstand der Eindruck, Adele versucht gegen die begleitenden Synthesizerklänge anzusingen. Natürlich musste sie das bei der Studioaufnahme nicht tun, schließlich wird die Stimme in einer eigenen Tonspur aufgezeichnet und im Nachgang vom Tontechniker Pegel-gerecht mit den anderen Instrumenten zusammengemischt.

KYGO Cloud Nine
Album KYGO Cloud Nine

Inspiriert von der 32° C heissen Außentemperatur fiel die Wahl des zweiten musikalischen Testobjektes auf Kygo mit dem Track FIRESTONE.

Hier fiel der Unterschied zugunsten der PlasmaProtect™ Anschlüssen noch viel deutlicher aus. Bereits nach nur 10 Sekunden Hörvergleich war die Sache unmissverständlich klar:

Ein wunderbar luftiges Klangbild mit einer großen Bühne bereits vom ersten Takt an, Kygos Werk wurde klanglich in neue Höhen befördert – großes Akustik-Kino für die Ohren!

Natürlich blieb es nicht nur bei den beiden Musikstücken. Abschließend läßt sich sagen, dass jedes Genre von der neuen Technologie profitiert. Vorher nicht dagewesene Klangfacetten werden durch eine saubere und transparentere Hochtonwiedergabe hörbar.

Das Fazit

Die nextGen™ PlasmaProtect™-Buchsen setzen einen neuen Maßstab! Erstaunlich, was dieses eher unscheinbare Bauteil für einen bedeutenden klanglichen Einfluss auf die Kette ausübt. Bleibt zu hoffen, dass die Komponentenhersteller ebenfalls das große Potenzial entdecken und die nextGen™ PlasmaProtect™-Buchsen in die eigenen Geräte integrieren. Unabhängig davon kann der aufgeschlossene Endverbraucher die neue Technologie bereits jetzt ohne Umbauaktion durch die Verwendung eines Cinchkabels mit den neuen PlasmaProtect™-Steckern genießen.

Hersteller

WBT-Industrie GmbH
Im Teelbruch 103
45219 Essen
Tel.  +49 (0) 20 54 – 87 55 2 50
E-Mail: sales@wbt.de
Web: https://www.wbt.de

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