Karlheinz Stockhausen – Klavierstück VI

Karlheinz Stockhausen Klavierstueck VI

Karlheinz Stockhausen – Klavierstück VI ist die erste Veröffentlichung von Plaist Music, die sämtliche Konventionen bricht. Anstatt eines klassischen Albums findet sich hier ein Zwiegespräch zum selben Thema.

Auf dem Album befindet sich zum einen Dominik Blums Interpretation von Karlheinz Stockhausens Klavierstück VI. Zum anderen entwirft Johannes Brecht mit seinem Rework des selben Werks und Aufnahme ein Gegenstück zur Original-Aufnahme.

Das Album besticht durch seinen diskursiven Charakter. Beide Aufnahmen scheinen in einer Unterhaltung miteinander über Stockhausens wohl anspruchsvollstes Werk zu stehen.

Dominik Blum nimmt sich dem Original mit großer Bewunderung aber auch mit einem selbstbewussten Auftreten und eigener Auslegung an. Er überträgt das Stück aus den 50er Jahren ins 21. Jahrhundert und lässt es extrem körperlich werden, ohne dabei den Geist Stockhausens zu verlieren.

Johannes Brecht haucht dem Stück mit seiner elektronischen Auslegung neuen Atem ein. Seine Interpretation eröffnet einen noch unerforschten Zugang und erlaubt so eine komplette Neuerfahrung des Stücks.

Side 1: DOMINIK BLUM PLAYS

KARLHEINZ STOCKHAUSEN – KLAVIERSTÜCK VI (19:47)

Das Klavierstück VI ist das längste und kühnste Klavierstück von Karlheinz Stockhausen. Es wurde 1954/55 komponiert und bringt gegenüber den früheren Stücken zwei Neuerungen:

  • Spieltechniken wie Pedalnachschlag, Tastennachschlag sowie halbes Pedal werden als Klangfarbenparameter eingesetzt.
  • Stockhausen notiert über die reguläre Notenpartitur eine Tempokurve, die sich zwischen 13 logarithmisch gestaffelten Tempi bewegt und somit die Geschwindigkeit des Stücks in praktisch ständiger Veränderung hält. Ein pulsierendes Auf und Ab, ein mystischer Kulminationspunkt und ein seriell-spiritueller Festakt ist dieses Klavierstück VI!

Side 2: JOHANNES BRECHT AMBIENT
REWORK OF KARLHEINZ STOCKHAUSEN – KLAVIERSTÜCK VI (17:16)

Die Aufnahme verbindet die akustische Aufnahme mit schimmernden Synthesizer Texturen, dadurch wird der Klang hinter dem Klang deutlich.

Trotz stetiger Veränderung bleibt es dem Original in seiner Struktur und Anordnung treu. Die energiegeladene Performance wird eingebettet in elektronischen Atmosphären perfekt gespiegelt und erzeugt eine klare Reflexion des tonalen Spektrums von Dominik Blum sowie der Intention von Stockhausen selber.

Es ist sowohl im Rhythmus verortet als auch auf eine eigene Art ruhig und gefestigt. Auch wenn der Körper des Stücks bearbeitet wurde, so wird der Geist des Originals in seinem Klang erhalten.

Das Album ist seit dem 15. Dezember 2018 auf Vinyl (180g Schallplatte) (Vertrieb Edel) sowie als hochqualitativer digitaler Download erhältlich.

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