NETPOINT Gerätefüsse von SSC – HiFi Test

Zunächst die Kurzversion

Zum Testen habe ich diverse Versionen NETPOINT Gerätefüße von SSC (String Suspension Concept) erhalten.

Die Füße kommen in Viererpacks für die Verwendung unter Gerätegehäusen, Racks oder Lautsprechern und sollen die Wiedergabe unterschiedlicher Geräte durch Dämpfung von Geräteschwingungen verbessern.

Gemäß Ihrer Verwendung gibt es verschiedene Typen:

NETPOINT 100

NETPOINT 100 haben auf der Oberfläche eine Filzauflage zur unkomplizierten Verwendung unter Gerätegehäusen.

NETPOINT 100 in Ausführung MK II
NETPOINT 100 (in Ausführung MK II) | Bild: Jörg Helbig/KB

NETPOINT 200

NETPOINT 200 hat obenauf eine Aluminiumkappe mit einer Gewindebohrung.

Zum Lieferumfang gehören je drei Gewindeadapter (für M8-, M6- oder M4-Gewinde), um diese Füße anstelle von Spikes unter Lautsprechern, Regalen oder entsprechend ausgerüsteten Gehäusen zu verwenden.

SSC NETPOINT 200 mit Gewindeadapter
SSC NETPOINT 200 mit Gewindeadapter | Bild: Jörg Helbig

NETPOINT 300

NETPOINT 300 schließlich hat die gleiche Alu-Oberfläche, aber anstatt einer Gewindebohrung sind diese Füße mit einer Mulde zur Aufnahme von Spikes versehen, sodass auch Geräte bzw Lautsprecherständer mit festen Spikes von den NETPOINTs profitieren können.

Das 4-er Set liegt hier bei 109 €.

SSC NETPOINT 300 (in MK II Ausführung)
NETPOINT 300 (in MK II Ausführung) | Bild: Jörg Helbig/KB

Die Füße haben eine Höhe von 14 mm (NETPOINT 100), 13 mm (NETPOINT 200), 12 mm (NETPOINT 300) und einen Durchmesser von 50 mm. Auf der Unterseite ist ein Filzring sichtbar.

Angegeben wird eine Tragfähigkeit bei einem 4er Set von 60 kg. Alle Versionen sind in schwarz eloxiert oder silber erhältlich.

Die an der Oberseite befindliche Filz- bzw. Alukappen haben keine direkte Verbindung zum eigentlichen Körper des Fusses, die oben aufgenommenen Kräfte werden über ein spezielles Gewebematerial zentriert und auf den äußeren Aluminium Körper übertragen.

Dies soll dem Gehäuseresonanzen bedämpfen und damit der Wiedergabequalität zugute kommen.

Die NETPOINT-Füße sind für einen Preis ab 80,- Euro erhältlich. Darüber hinaus gibt es noch eine MK II-Version, auf die später noch ausführlich eingegangen wird.

Nach ausgiebigem Testen kann ich bestätigen:

Die Teile machen genau das, was auf der Verpackung steht: Klangoptimierung von CD-Player, Tuner, Plattenspieler, Lautsprecherboxen, Vor- und Endverstärkern. Und wie!

Einfach unter die Geräte gestellt (bzw. geschraubt) hat der Einsatz der NETPOINTs in jedem einzelnen getesteten Szenario die Klangwiedergabe verbessert!

SSC NETPOINTs steigern bei fast jedem verwendetem Audio-Gerät die Auflösung der Wiedergabe; Druck, Räumlichkeit und Impulsverhalten profitieren in gleicher Weise, teils drastisch!

Werkzeugcharakter! Klare Kaufempfehlung! Hundert Punkte! Testende.


Darf es etwas ausführlicher sein?

Achso, Sie wollen doch genauer wissen, was da passiert ist? Warum das Dämpfen von Gehäusen Klangvorteile bringen soll?

Also, was sollen denn jetzt Gerätefüsse bringen? Ich hab so viele Qualitätssprünge in letzter Zeit an meiner Anlage erleben dürfen, da kann doch nichts Gewaltiges mehr passieren. Mehr kann meine alte Anlage nicht doch gar nicht. Dachte ich.

Als erstes habe ich die NETPOINT 100 unter meinem Dual Plattenspieler positioniert. Direkt unter die im Gerät verbauten Gummifüße, ein wenig positionieren, damit schön zentriert. Platte an. Was jetzt da aus den Lautsprechern kam, war nicht zu fassen:

Mein erster Gedanke: weniger Energie im Klangbild! Hab ich doch immer gesagt, dämpfen, also Energie weg nehmen, ist eben ein schwieriges Konzept und schien mir im Zusammenhang mit HiFi immer zweifelhaft…

Es hat allerdings keine drei Takte gedauert, bis ich gemerkt habe, das die Energie sehr wohl da war, sogar deutlich mehr als vorher, nur jetzt steckte sie nicht irgendwie subtil im Klanggeschehen, jetzt formte sie Impulse!

Die Bassdrum drückt! Der Bass spielt tiefer und melodisch! Schnelle Impulse. Mehr Live! Das kenne ich eigentlich aus einer ganz anderen Ecke…

Vor mir quirlte Lebendigkeit aus den Lautsprechern, klar umrissenes Bühnenbild, Tiefe nach hinten. Dynamik und Rhythmus, die direkt ohne Umweg in die Beine gingen!

Das Ausmass der Verbesserung hat mich kurz mit offenem Mund dasitzen lassen, der sich dann langsam zu einem breiten Grinsen verformte…

Auswirkungen auf den Verstärker und Boxenständer

Nächster Test: Die NETPOINT unter dem Plattenspieler raus und unter den Verstärker. Hm, ja, der Unterschied war wahrnehmbar, vor allem mehr Bühne, aber das hat keinen Spass mehr gebracht, der Plattenspieler kam einfach nicht mehr in die Gänge.

Also zurück unter den Plattenspieler, sofort wieder Sonnenschein. Als nächstes habe ich die NETPOINT 300 (die mit den Spike-Tellern) unter den Boxenständern positioniert.

Musik an. Mighty Sam McClain vom Label AudioQuest Audio. Sofort wieder aus. Da stimmte irgendwas nicht.

Die ersten Töne der Platte hatte eine derart massive Mauer an Tieftonfundament in den Raum gestellt, dass ich nun wie der Mischer beim Live-Auftritt reagiert habe: zur Einstellung vorher (Boxen ohne NETPOINT) war der Klangunterschied so krass, dass ich instinktiv abgeschaltet habe.

In einer Live-Situation kann der krasse Unterschied bedeuten, dass der Mann am Mischpult versehentlich einen falschen Knopf gedrückt hat und den gerade aktiven Kanal unkontrolliert IRGENDWO hin weitergeleitet hat, was in einer Live-Situation fast immer ein sofortiges Feedback bedeutet.

Daher zieht der Soundmann blitzschnell den betreffenden Kanal runter bzw schaltet ihn stumm, wenn das Signal sich krass verändert. Nur bei meiner Anlage zuhause macht das irgendwie keinen Sinn…

Musik wieder an. Dann bin ich lauthals in Lachen ausgebrochen, das gleiche Mass an Steigerung wie beim Plattenspieler! Zusätzlich!

Die Bühne bildete sich nun massiv plastisch vor mir ab, Hallfahnen wurden hörbar und bewegten sich nach hinten, Instrumente und Stimmen messerscharf zu orten, die Dynamik zwischen Schlagzeug und Bass zwang einen geradezu zum Tanzen – das war wie auf einem guten Konzert!

Nachdem Plattenspieler und Lautsprecher ausgestattet waren, war der Effekt weiterer NETPOINT unter dem Verstärker auch massiv hörbar, insgesamt nochmals gesteigerte Räumlichkeit und Solidität des Klangbildes. Selbstverständlichkeit.

Ich spare mir hier weitere klanglich, inhaltliche Beschreibungen. Die NETPOINT, egal in welcher Ausführung und in welcher Anwendung, haben IMMER Auflösung, Lebendigkeit, Dynamik und Farbe im Klangbild gesteigert.

Egal, ob ich sie unter den Plattenspieler, den Verstärker oder Tuner packte, der Effekt war überall der Gleiche, natürlich unterschiedlich stark.

Am mechanischen Quellgerät Plattenspieler waren die Verbesserung am Anfang der Signal-Kette exorbitant! Diese Aluscheiben haben meinen Plattenspieler in Regionen katapultiert, die ich bei meinem Gerät nicht für möglich gehalten habe.

NETPOINT 100 unter Speakerstand
NETPOINT 100 unter Speakerstand | Bild: Jörg Helbig/KB

Ebenso stark war der Effekt unter den Lautsprecher-Ständern. (Mittlerweile habe ich dort die NETPOINT 200 statt der Spikes verschraubt).

Am Verstärker wirkten die Verbesserungen im ersten Moment nicht so massiv, waren aber zweifelsfrei hörbar, weniger in noch mehr Dynamik, vielmehr musizierte der Verstärker nun viel disziplinierter und vor allem – schneller. Spritziger.

Selbst mein Dual-Tuner, den ich mehr aus optischer Ästhetik angeschafft habe – er hat auch so ein schönes Holzgehäuse – profitiert von den SSC NETPOINT.

Obwohl ich hier keinen geeigneten Sender empfangen kann, schien mir das Klangbild etwas kompakter, souveräner zu werden. Entfernt, ganz entfernt kam mir mein alter NAIM NAT 01 in den Kopf …war wohl schon etwas spät…

Wie ist das möglich?

Was mich so fasziniert ist das Ausmass der Verbesserungen der Gesamt-Performance, der Sprung über mehrere Klassen, den ich mir nur unzureichend allein durch Dämpfung von Gehäuseresonanzen erklären kann.

Langsam entstand ein Bild in meinem Kopf, warum die SSC NETPOINT hier so derart drastisch wirken.

Dazu muss ich hier etwas einschieben: Ich bin auch Tonmischer einer Lokal-Band. Wir haben Auftritte mit so 200-300 Leuten im Publikum.

Es gibt beim Aufbau vor dem eigentlichen Soundcheck eine Prozedur, die wir „den Raum ausklingeln“ nennen. Wer sich dafür interessiert, der lese hier: Ausklingeln.

Fehlt diese Prozedur, weil der Aufbau zu lange gedauert hat, oder ein technisches Problem vorliegt, wird es hart für den Tonmenschen, das Publikum und für die Jungs auf der Bühne.

Ein genussvolles und emotionales Klangerlebnis wird sich dann wegen einer nonliniaren Klangcharakteristik nicht einstellen können

Kurz zusammengefasst geht es dabei um folgende Erkenntnisse:

  • Jeder Raum hat ein individuelles Paket Frequenzen, bei denen er besonders leicht anfängt zu schwingen!
  • Jedes technische System hat ein individuelles Paket Frequenzen, bei denen es besonders leicht anfängt zu schwingen!
  • Einige Frequenzen der individuellen Pakete resonieren miteinander und verkoppeln Raum- und Anlagensystem!

An diesen neuralgischen, systemübergreifenden Punkten kommt es neben „normalen“ Beeinträchtigungen besonders schnell und hartnäckig zu überhöhter Schallenergie im Raum, da Raum- und Anlagenresonanzen sich gegenseitig anheizen und verstärken.

Tatsächlich wird hier auch elektrische Energie der Anlage gebunden und steht der Technik nicht mehr für die Musikübertragung zur Verfügung.

Es werden also nicht nur einfach Gehäuseresonanzen bedämpft, der viel wirksamere Faktor scheint zu sein, dass die NETPOINT die Interaktion zwischen den Raum- und den Anlagenresonanzen reduzieren und so Energie innerhalb der Anlage freisetzen.

Die SSC NETPOINT wirken wie unsere „Ausklingel-Prozedur“!

Der Charakter der Höhenflüge der mit den Füßen ausgestatteten Komponenten entspricht in Teilen den Effekten unserer Ausklingel-Prozedur: lebendigeres Schallfeld, knochentrockener Bass, Tiefbass wird hörbar, Auflösung und Dynamik legen kräftig zu, Klangfarben werden erkennbar.

Räume und Hallfahnen sind plötzlich wahrnehmbar, rhythmische Darbietungen gehen direkt ins Tanzbein…

Der Anlage steht deutlich spürbar mehr Energie für die Musikübertragung zur Verfügung und weniger Frequenzen durch gekoppelte Resonanzen behindern die Übertragung. Das ist massiv zu hören, macht sich augenblicklich in Klarheit, Punch und Auflösung bemerkbar.

Korrekturen der Lautsprecher-Aufstellung gelingen wunderbar eindeutig und kinderleicht, das Bühnenbild entsteht holographisch vor dem inneren Auge.

Das ganze Zeitverhalten spielt keine Rolle mehr, alles steht augenblicklich, blitzschnell, quicklebendig, selbstverständlich im Raum. Was für eine Aufwertung meiner Bausteine.

NETPOINT Gerätefüsse von SSC – HiFi Test
NETPOINT 100 MK II unter DUAL Plattenspieler | Bild: Jörg Helbig

Nachdem mir das aufging, wurde mir auch klar, was ich mit meinem Dual-Plattenspieler anfangs falsch gemacht hatte: Als ich ihn auf dem IKEA LACK-Tischchen positioniert hatte, hab ich ihn quasi auf dem Schlagfell der Bass-Drum abgestellt, was über die Resonanzen schön Raum mit Anlage verkoppelt hat! Im Ergebnis war das Klangbild schlapp und träge!

Nun steht er deutlich besser auf einem hörbar geeigneterem Regal. Meine Erwartung, dass die NETPOINT hier nicht so drastisch den Klang verbessern, wurde allerdings enttäuscht!

Auch hier verbesserten die NETPOINT die Wiedergabefähigkeit meines Duals in annähernd gleicher Weise und Größenordnung, das Gesamtniveau verbesserte sich einfach!

Was ist mit digitalen Quellen?

Soweit so sehr gut! Jetzt interessierte mich, ob die SSC NETPOINT unter digitalen Quellen auch einen so heilsamen Einfluss haben; leider habe ich aktuell keinen adäquaten CD-Player oder eine sonstige Quelle.

Die Lösung: CD im CD-Laufwerk des Computers, per Bluetooth an die WIFI Station, von dort mit Kabel, aber galvanisch getrennt in den Dual Verstärker. ROCKIN THE BLUES CD der HiFi Zeitschrift AUDIO, Starttaste und ab aufs Sofa.

Das klang langweilig, schlimmer noch als ich erwartet habe. Am auffälligsten, das ganze Klanggeschehen spielte sich in einer Ebene zwischen den Boxen ab.

Sauber zwar, alles da, aber uninspiriert, leblos. Ist bei so einer Signalkette vielleicht auch nicht anders zu erwarten.

NETPOINT Gerätefüsse von SSC – HiFi Test
NETPOINT 100 unter Mac Mini und CD-Laufwerk | Bild: Jörg Helbig/KB

SSC NETPOINT 100 unter Computer (Apple Mac Mini) und externes CD-Laufwerk, Starttaste, ab aufs Sofa. Tatsächlich: Die Bühne bekommt Ausdehnung nach hinten, Gesang wirkt auf Anhieb lebendiger, organischer.

Die Unterschiede waren nicht so krass wie beim Plattenspieler, aber absolut wahrnehmbar. Die Darbietung hatte mehr innere Spannung und gleichzeitig weniger Kälte.

Auch die Dynamik war besser, aber nicht die ganz große, wie die Wucht der Bassdrum, mehr die innere Struktur, Töne oder Instrumente setzten sich mehr vom Hintergrund ab.

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NETPOINT Gerätefüsse von SSC – HiFi Test

Also auch hier sind die SSC NETPOINT klangfördernde Tools. Ich prophezeie, dass die SSC NETPOINT Ihrem CD-Player eine gehörige Portion Theatralik einhauchen werden!

Das ist interessant und hab ich so nicht erwartet. Neugier überkommt mich: Wie, wenn direkt aus iTunes abgespielt? Da dürfte kein Unterschied mehr zu hören sein, da ja kein mechanisches CD-Laufwerk am Start ist.

Also flugs umgebaut, Song ausgewählt (Hier: Supertramp / SomeThingsNeverChange / Its A Hard World AppleLossLess), Starttaste, Sofa.

Hm, ja. Klingt auch so schon, schöne Impulse, Hallräume. Nicht schlecht. Zweiter Durchgang mit Füßen. Starttaste.

Sofort zu hören, selbst ohne Ton: Bühne öffnet sich nach hinten. Instrumente und Stimmen haben so etwas wie Aura oder Körper. Mehr innere Spannung, Rhythmik, gleichzeitig relaxter. Mehr musikalischer Fluss.

Dabei reden wir jetzt von meinem PC! Also kommt die Schwingungsabkopplung offensichtlich auch digitalen Komponenten zugute. Auch das habe ich nicht unbedingt erwartet.

So langsam bin ich verwirrt: In bisher jeder Situation hat der Einsatz der SSC NETPOINT das Klangerleben gesteigert. In meiner Anlage unter jeder Komponente positioniert haben die NETPOINT das musikalische Niveau meiner sentimentalen Vintage Anlage in HighEnd Bereiche katapultiert.

Was kann da schon noch kommen? Dachte ich.

SSC NETPOINT 100, 200 und 300 in MK II
SSC NETPOINT 100, 200 und 300 in MK II | Bild: Jörg Helbig/KB

Die Referenzausführung SSC NETPOINT MK II

Das, was da noch kam, heisst SSC NETPOINT MK II.

In dem Karton von SSC waren noch weitere Pakete. Ebenfalls das volle Programm, also NETPOINT MK II 100, 200, 300.

Was ist der Unterschied? Neben dem Preis (EInführungspreis ab 129,- €) ist das auffälligste Merkmal die ungefähr doppelte Bauhöhe.

Die schwarze MK II Ausführung sieht durch einen silbernen Ring unten und eine silberne Phase an der Oberkante recht elegant aus.

Die Silber-Ausführung ist gleich aufgebaut, jedoch entspricht die Farbe nicht dem Silber der Standardausführung und kommt eher in einem Grauton, ebenfalls wie die schwarze Ausführung mit Silber-Ring und -Phase. Mir gefällt´s.

Ich mache es kurz: Der gleiche Effekt wie die Standardausführung mit nochmal erweiterter Auflösung, Feindynamik und eine fast 3D-mässige Lokalisation.

Einzelne Instrumente bekommen einen nochmal solideren Körper, oder eine deutlichere Aura, die sich zu einer lückenlosen Bühne zusammensetzen.

Gegenüber der Standardausführung legt die MK II Version besonders im Mitten und Höhenbereich eine deutliche Schippe drauf.

Nicht, das die Standard NETPOINT dort irgendwie ungenügend oder nicht homogen wären, solange man die MK II Version nicht im Vergleich hört, freut man sich eben genau über die Qualitätssprünge über den gesamten Tonbereich und das geschlossene Klangbild.

Hört man aber dazu im Vergleich die MK II, ist im Bass- und unteren Mittenbereich zwar nochmals eine Steigerung in Form von Lebendigkeit wahrzunehmen, die eigentliche Attraktion ist aber die Zunahme der Abbildungsqualität im oberen Mitten- und Höhenbereich und in der Tiefenstaffelung.

Natürlich habe ich auch diese Füße in allen möglichen Situationen ausprobiert und bin zu folgender Traum-Bestückung gekommen:

  • Plattenspieler
    Hier bringen die NETPOINT 100 MKII nochmal einen großen Sprung gegenüber den Standard NETPOINT 100. Auflösung, räumliche Abbildung und Dynamik im Mitten- und Höhenbereich werden nochmals gesteigert.
  • Verstärker
    Auch hier eine „Änderung“ gegenüber den Standard NETPOINT 100. Mehr Auflösung und Räumlichkeit, allerdings viel geringer als beim Plattenspieler. Ich habe mich für die Standard-NETPOINT entschieden, der Verstärker spielt für mich damit etwas stimmiger, kompakter. Das gefällt mir in der Gesamtanlage für die Dynamik besser, mag aber auch meinem älterem Gerätekonzept geschuldet sein…
  • Tuner
    Auch hier habe ich es bei den Standard-NETPOINT belassen, ein Unterschied zu den MK II NETPOINT konnte ich hier nicht wahrnehmen. Der Dual Tuner hat aber auch seine Hauptdaseinsberechtigung in meiner Anlage mehr aus optischen Gründen, als das ich hier einen guten Klang erwarten würde. Mit meiner Hausantenne ist kein analoger Radioempfang mehr möglich, alle Tests mit dem Tuner haben nur mit einer Wurfantenne stattfinden können.
  • Lautsprecher
    Unter den Lautsprecherständern haben die NETPOINT 200 MK II nochmal das grosse Fass aufgemacht. Gegenüber der Standard Version die vom Plattenspieler bekannte Steigerung in Räumlicher Abbildungqualität und Dynamik im Mitten- und Höhenbereich, zusätzlich wird der Bassbereich nochmals tiefer abgebildet und differenzierter.

Das Fazit

Sowohl SSC NETPOINT als auch SSC NETPOINT MK II verhelfen Ihren Komponenten zu audiophilen Höhenflügen!

Transparenz, Detailfülle und Dynamik sind wichtige Parameter in der Musikwiedergabe und füttern das emotionale Empfinden beim Musikhören.

Leider spielen fast alle Komponenten in der Praxis diesbezüglich unter ihren Möglichkeiten, da sie zahlreichen Störungen ausgesetzt sind. Eine besondere Einflussgröße sind mechanische Schwingungen, die sich zwischen Raum und Anlage verkoppeln.

Hier erklärt sich die Wirkung der SSC NETPOINT, da sie vom Gehäuse aufgenommene Schwingungen, ob aus dem Raum oder aus dem Gerät selbst stammen, wirksam bedämpfen.

Dadurch entkoppeln sie Raum- und Anlagenresonanzen und mindert so einen besonders begrenzenden Faktor.

Einfach unter das Gerät gestellt, wirken die Komponenten wie entfesselt: Das Klangbild wirkt wie ausgetauscht. Transparenz, Detailfülle und Dynamik steigern sich deutlich.

Dabei wirken die Komponenten wie entfesselt, sprühen vor Spielfreude.

Die ist bei einzelnen Komponenten bereits massiv spürbar, bei mehreren Bauteilen in der Kette summieren sich die Verbesserungen! Besonders wirksam ist dies naturgemäß an der Quelle der Signalkette und an den Lautsprechern als mechanische Wandler.

Unter allen Komponenten meiner Anlage installiert haben die SSC NETPOINT die Gesamtgüte meiner Anlage über mehrere Klassen kräftig gesteigert.

Vor Installation der SSC NETPOINT hätte ich jeden verlacht, der mir diese Wiedergabequalität aus meiner Dual Anlage prophezeit hätte. Soweit bin ich Realist. Dachte ich.

Das Preis/Leistungsverhältnis ist sowohl bei den NETPOINT Standard als auch bei den NETPOINT MK II exzellent.

Die MK II Version bietet die gleichen Vorteile wie die Standard-Version, legt aber in allen Bereichen nochmals zu, insbesondere in Auflösung und Abbildungsqualität im mittleren und oberen Frequenzbereich.

Der Nutzen der NETPOINT ist vergleichbar mit einer Situation, die einige von Ihnen kennen werden; wenn man als Brillenträger nach Jahren eine neue Brille bekommt, die Werte wieder stimmen und man plötzlich wieder scharf sieht.

Genau diesen Eindruck hatte ich des öfteren: endlich wieder scharf hören! Das entspannt und ist schön bunt nun!

Ich behaupte, die SSC NETPOINT, verbessern die Arbeitsbedingungen eines jeden Audio-Gerätes, unter die sie geschubst werden. Das ist augenblicklich hörbar.

Die einzigen Ausnahmen sind Gehäusekonstruktionen oder Rack-Konzepte, die auf Ableitung von Resonanzen ausgerichtet sind oder ähnliche Konstruktionen als Gerätefüße besitzen. Aber das sind recht wenige Geräte am Markt…

Werde ich als Tester diese Teile kaufen?

Eindeutig ja. Mir ist keine andere Massnahme bekannt, mit der ich derart unkompliziert die Fähigkeiten meiner Anlage um Klassen verbessern kann.

Dabei ist das Preis/Leistungsverhältnis bestechend!

Die SSC NETPOINT ersparen mir vorerst die Anschaffung eines geeigneten Plattenspielertisches beziehungsweise eines aufwändigen Racks.

Der Nutzen, den die NETPOINT für meine Lautsprecherboxen auf meinem Laminat-Holzfussboden haben weiss ich gar nicht anders herzustellen, obwohl mir diverse Ständern, auch aus dem Audio-Pro Bereich, zur Verfügung stehen.

Gehörtes Material

InterpretTitel/AlbumLabelMediumBemerkung
Cout BasieBasie JamAnalogue ProductionsVinyl180 gr
Mighty Sam McClainGive It Up To LoveaudioquestVinyl180 gr
Tears For FearsElementalMercuryVinyl
The Dave Brubeck QuartetConcord On A Summer NightConcord JazzVinyl180 gr
Carol KidAll My TomorrowsAloi Records (Linn)Vinyl
Patricia BarberCafe BluePremonition RecordsVinyl180 gr HQ
Patricia BarberModern CoolPremonition RecordsVinyl180 gr
SupertrampCrime Of The CenturyA&M RecordsVinyl180 gr
Pink FloydAnimalsWarnerVinyl180 gr Remastered
SadePromiseCBSVinyl
Quincy JonesThe BestA&M RecordsVinyl
Roy Herrington BandAll ElectricRiff RecordsVinyl
Eric ClaptonThere´s One In Every CrowdPolydorVinyl
Steenly DanThe Royal ScamABC RecordsVinyl
Steenly DanCan’t Buy A ThrillABC RecordsVinyl
DiverseRockin The BluesCD
SupertrampSome Things Never ChangeiTunesStreamingApple Lossless
Tebelle gehörte Titel

Die Testumgebung

Der Test fand in optimierter Umgebung statt. Die Anlage bekommt sauberen Strom über eine eigene Stromzuleitung, elektromagnetische Störfelder sind weitestgehend eliminiert, Strom- und Wasserkreisläufe sind entstört, WLAN Sender in der Umgebung waren abgeschaltet. (Ausnahme: CD-Test, iTunes-Test)

Kontakt/Vetrieb

Audiophile Hifi-Produkte
Andreas Jungblut
Bahnhofstraße 24
57555 Brachbach

Telefon: +49 (0)2745 9322120
eMail: info @ audiophiles – hifi.de
web: https://hifi-ssc.de

Über den Autor

Vor ca. 15 Jahren war ich des Themas überdrüssig, zu abgefahren der Aufwand und das Kapital, was darin gebunden ist. Es gibt Wichtigeres! Ich hab damals meine komplett ausgebaute HighEnd Anlage versilbert, von dem Erlös ne Harley gekauft und bin auf dem Highway in Richtung untergehende Sonne entschwunden…

Ok, der letzte Teil ist frei erfunden, aber bis zur Harley stimmts. Mich hat damals interessiert, dass Aktiv-Monitore aus dem Studiobereich durch China-Produktion in derart günstige Preisregionen abrutschten, und diese Lautsprecher zusammen mit einem ordentlichen Audio-Interface, die auch immer günstiger und leistungsfähiger wurden, in Kooperation mit ordentlich digitalisierter Musik und einem Computerprogramm zur Wiedergabe eine Qualität boten, die scheinbar fast an meine Anlage heranreichten, sagen wir so 80 %. Dachte ich.

Das alles zu einem Bruchteil der Kosten. Von da an hab ich über 10 Jahre lang nur noch mit professionellen Abhörmonitoren (dann doch deutlich teureren!) und recht schnell mit höherwertigem Studio-Equipment Musik gehört. Die fehlenden 20 % von oben hab ich irgendwann vergessen, auch wenn ich bei meiner Hörumgebung und Ausrüstung ständig am Optimieren und auf der Suche nach irgendetwas war, was ich unterbewusst vermisst hatte. Bis ich wachgeküsst wurde …

Die Erweckung geschah, als ich für einen guten Freund einen alten Plattenspieler, einen Kellerfund, bei einem amerikanischen Gebrauchtwarenhändler feilbieten sollte. Um das Gerät anständig beschreiben zu können, war ein Funktionstest vonnöten.

Aber wie ohne herkömmliche Anlage? Also hab ich das Signalkabel in die Mikrofoneingänge meines Universal Audio Interfaces geschubst, ordentlich aufgerissen, und mir in Logic (Musikproduktionssoftware von Apple) im Equalizer so etwas wie eine RIAA Kurve gebastelt. Fragmente meiner recht umfangreichen Vinyl-Sammlung hatten die dunkle Zeit überstanden und, obwohl das nun wirklich kein guter Plattenspieler war, und meine RIAA Kurven-Anpassung höchst grob gezimmert war, hat mich schon die erste Platte umgehauen.

Nicht, weil das highendig geklungen hat, aber in dieser analogen Konserve lag irgendwie eine Ruhe, Relaxtheit. Mir fiel auf, selbst über diese mehr als unterdurchschnittliche Kette konnte ich mich beim Musikhören mehr entspannen als sonst, hat mich die Musik anders angesprochen.

Das Ereignis hat mich infiziert. Wieder. Da war irgendwie ein anderer emotionaler Wert für mich. Da steckten die vermissten 20 %! Aber mir jetzt wieder eine analoge Anlage zulegen, dann noch in entsprechender Qualität, mit allem Drum und Dran? Nicht der Weg des Minimalismus, mit dem ich in letzter Zeit liebäugele.

Der Traum meiner Jugend!

Wie das Leben dann manchmal ganz unvermutet neue Impulse setzt, wurde mir ein vermeintlich gut erhaltener Dual 721 Plattenspieler für einen unmoralisch günstigen Preis angeboten.

Das hat mich getroffen, da war sozusagen eine Mords-Resonanz: Der Dual 721 war mein damals unerreichbarer Jugendtraum, ich muss 14 Jahre alt gewesen sein; und der Verstärker eben dieser Serie von Dual hatte mich auf einer Weihnachtsfeier meiner Eltern erstmalig mit der Faszination Musikwiedergabe entzündet.

Ich habe zugeschlagen, Riesen Glück gehabt, für ganz kleines Geld kam ein perfekt verpackter, wunderschöner Dual Plattenspieler in hervorragendem Zustand. Für mich war das lange der Inbegriff von Präzision, Tradition und sinnvoller Anwendung hoch entwickelter Maschinenbaukunst.

Verstehen Sie mich richtig, ich weiß das Teilchen schon einzuordnen, der Dual ist sicher nicht die aktuelle Spitze, bestimmt auch nicht als ein 40 Jahre alter Apparat. Aber das hat mir quasi erlaubt, Minimalismus, oder Bescheidenheit auf eine andere Art zu gestalten. Mein alter Traum! Das war irgendwie cool. Und Platten damit digitalisieren geht bestimmt auch. Mehr brauch ich nicht. Dachte ich.

Schnell waren der Verstärker und Tuner der passenden Serie für kleines Geld ersteigert.

Ein guter Freund hat die Anlage mit zwei italienischen Chario Lautsprechern ergänzt, mit Ständern geliefert, seine beigefügten LS-Kabel sind der Hit!

Das war ein Volltreffer. Die Lautsprecher passen so gut zum Verstärker, zum Raum, akustisch wie optisch, und es sind echte Perlen, Werkzeuge. Ich bin wieder im HiFi Himmel angekommen, Freude und Genuss pur. Danke Harald, aufn Punkt. Top! Lebensqualität!

Ordentliches Signalkabel an den Plattenspieler gebaut. Filzmatte. Wieder Welten, die sich geöffnet haben. Insgesamt schon eine echt anständig klingende Anlage, macht richtig Spaß, mehr brauch ich nicht. Dachte ich.

Also Highend Highend lassen, Tischchen von IKEA für den Dual, ging beim LP 12 anno dazumal ja auch hervorragend, schön hinstellen, schön zufrieden sein. Kann man auch, die Dual-Chario Anlage spielt mitreißend Musik, das Analoge hat mich wieder.

Nur das IKEA Tischchen will nicht so recht zum Dual passen, vorher, auf dem soliden Regal, klang der Player kompakter, schneller, frecher und frischer. Da geht bestimmt noch mehr …

Aber lassen wir das Gotteshaus mal in der Gemeinde, dies ist im Wesentlichen eine 40 Jahre alte Anlage, es wäre vermessen, die jetzt mit meiner früheren HighEnd-Anlage vergleichen zu wollen.

Und was die Duals/Chario mir nun an Verzauberung und Emotion liefern reicht mir für sehr hochwertiges Hören. Diese schöne Ruhe in der analogen Wiedergabe, die mich ja erst wieder in das Thema gebracht hat, ist voll und ganz vorhanden. Wir üben uns in Bescheidenheit und sind damit zufrieden. Dachte ich.

Im Laufe der Zeit habe ich vielfältige Experimente und Verbesserungen vorgenommen und erstaunliches bewegt. So hat mich das Thema HiFi wieder eingenommen, allerdings in einer besonderen Form: Mich reizt es ungemein, mit schlichtem Material durch Optimierung den Zugang zur Musik zu erweitern; mit teuren HighEnd Komponenten ist das kein Problem, aber es reizt mich eben, die Bedingungen von Komponenten im Betrieb so zu optimieren, dass sie ihr Potential voll ausspielen können. Und Sie würden stauen, wie viel in – sagen wir: unscheinbaren – Komponenten steckt, wenn sie so dürfen, wie sie könnten …

Letztlich zählt für mich nur, was das Fenster zu den Emotionen der Musik erweitert.

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