EPLUGGS Analogstecker RCA High End – HiFi Test

EPLUGGS RCA High-End

Zum Abschluss das Beste

Es gibt wohl kaum eine edlere Möglichkeit, ungenutzte Cinchbuchsen an HiFi-Geräten zu schließen, als mit den EPLUGGS RCA-Abschlusssteckern in der High-End-Version. Ob sie aber auch klanglich halten, was sie haptisch versprechen? Die Antwort erfahren Sie hier.

Fast fünf Jahre ist es jetzt her, dass ich den Diamant-Netz-Abschlussstecker von EPLUGGS getestet und für gut befunden habe. Mittlerweile hat Thorsten Büttner, Geschäftsführer von EPLUGGS, eine ganze Produktpalette von Abschlusssteckern entwickelt und in sein Programm aufgenommen: von Digital- über USB- und RJ45- bis hin zu Lautsprecher-, XLR- und Cinchsteckern. Letztere habe ich als RCA-Analogstecker in der bestmöglichen High-End-Version als neuestes Testmaterial erhalten – und war sehr gespannt, ob sie das Niveau des Netz-Abschlusssteckers erreichen oder sogar übertreffen können.

 

Das Produkt

Bei den beiden Cinchsteckern handelt es sich um hochwertige Stecker aus dem Hause Furutech. Büttner hat sich nach vielen Hörreihen mit anderen Steckern für genau diese entschieden, da sie klanglich das beste Ergebnis liefern – und sich zudem auch noch besonders hochwertig anfühlen.

Die Stecker haben ein antimagnetisches Gehäuse, das aus Carbon und Edelstahl besteht, und sind zudem mit Rhodium beschichtet. Der Clou: Durch Drehen des mittleren Gehäuseteils lassen sie sich an den Buchsen verspannen, sodass sie bombenfest sitzen und eine bestmögliche Verbindungsqualität gewährleisten. Noch wichtiger als das hochwertige Äußere sind jedoch die inneren Werte der beiden Stecker: Sie sind zum einen mit einem kleinen hochohmigen Elektronikbauteil ausgestattet, das am Pin angeschlossen ist und den Buchseneingang komplett dichtmacht.

Zum anderen sind sie mit verschiedenen Edelsteinen und Mineralien gefüllt, die laut Büttner – und meinen bisherigen Erfahrungen mit dem besagten Netz-Abschlussstecker – den Klang verbessern, indem sie Elektrosmog entgegenwirken.

EPLUGGS RCA High-End

Die Wirkungsweise

Elektrosmog ist allgegenwärtig. Er wird zum Beispiel vom WLAN, Radio oder Mobilfunk verursacht und wirkt sich ungewollt auf die Hi-Fi-Kette aus, sofern man keine Gegenmaßnahmen ergreift und die möglichen „Einfallstore“ schließt. Damit sind vor allem ungenutzte und somit offene Buchsen an HiFi-Geräten gemeint: Sie wirken wie Antennen, sodass sie Elektrosmog regelrecht anziehen und ihn ins Geräteinnere weiterleiten, wo er sich mit dem Musiksignal vermischt und den Klang negativ beeinflusst.

Hier kommen die Abschlussstecker von EPLUGGS ins Spiel: Sie schließen zum einen die offenen Eingänge, sodass diese nicht mehr als ungewollte Antennen fungieren können. Zum anderen wirken sie dem Elektrosmog entgegen, indem sich die Eigenschwingungen der bereits erwähnten Edelsteine und Mineralien über die Massenanbindung des Steckers ins Geräteinnere ausbreiten – und im Ergebnis für eine deutliche Klangverbesserung sorgen sollen.

Um was für Mineralien es sich handelt, dazu schweigt sich Büttner aus – Betriebsgeheimnis. Schließlich steckt ein Großteil seiner Arbeit genau darin, die passenden Mineralien auszuwählen und im richtigen Verhältnis einzusetzen. Ob ihm dies auch bei den Cinchsteckern gelungen ist? Der Hörtest wird’s zeigen.

 

Der Höreindruck

Kari Bremnes: Og så kom resten av livet
Kari Bremnes: Og så kom resten av livet

Ich starte den Test fast schon obligatorisch mit dem Album „Og så kom resten av livet“ der norwegischen Sängerin Kari Bremnes (FLAC, 24 bit/96 kHz). Als Stück wähle ich dieses Mal „På kanten av et liv“ – ein düsterer Song, in dem es um eine Reise geht, die mit einem Mord oder Selbstmord endet. Die bedrohliche Kulisse, die sich im Verlauf des Songs immer weiter aufbaut, ist direkt von Beginn an viel deutlicher spürbar, zieht mich in den Song hinein und lässt mich die nächsten knapp fünf Minuten nicht mehr los.

Das ganze Klangbild verändert sich, wird ruhiger, angenehmer, gleichzeitig auch realistischer – und vor allem dynamischer: Die einzelnen Drums, die anfangs noch sparsam, später dann durchgängig den Song vorantreiben, sind viel besser auf dem Punkt, schwingen schneller und somit genauer ein und aus. Die Sprachverständlichkeit der Sängerin nimmt zu, S-Laute sind nun deutlich klarer, Bremnes steht fast greifbar bei mir im Hörraum. Und auch das Zusammenspiel der Chorstimmen rechts vorne und links hinten passt nun viel besser zusammen und sorgt für zusätzliche Spannung.

Brian Flanagan - When Dreams Are Made
Brian Flanagan – When Dreams Are Made

Ein schöner und vielversprechender Einstieg, der Lust auf mehr macht. Also wechsle ich zum aktuellen Album „Where dreams are made“ des irischen Singer-/Songwriters Brian Flanagan (FLAC, 24 bit/88,2 kHz). Bei meinem

Lieblingsstück „Gift“, in dem Flanagan von einer kleinen Ballerina erzählt, die an Krebs erkrankt ist, fällt mir erstmals bewusst die schnell gezupfte Harfe während der Refrains auf. Obwohl sie nicht besonders laut ist, kann sie sich nun viel besser gegen den Rest des Ensembles durchsetzen.

Auch die zusätzlichen Stimmen links trennen sich jetzt viel besser von Flanagans Hauptstimme – insgesamt sind alle Musiker und Sänger besser im Raum aufgestellt, sauberer voneinander getrennt und trotzdem in ihrer Gesamtheit zu einer live-haftigeren Aufstellung zusammengerückt. Alles wirkt wie frisch poliert, sauberer und klarer – und gleichzeitig deutlich glaubwürdiger. Sogar der „Sternenstaub“ am Ende des Songs scheint geradezu in der Luft meines Hörraums zu schweben.

Ranagri -Fort of the Hare
Ranagri -Fort of the Hare

Weiter geht’s mit noch einem Album aus dem Hause Stockfisch: „Fort of the hare“ von der Londoner Truppe Ranagri (FLAC, 24 bit/88,2 kHz). Beim Stück „Strange World“ ist die Klangverbesserung der Stecker besonders deutlich an der Shakuhachi, einer japanischen Bambusflöte, auszumachen: Die Luftschwingungen innerhalb der Flöte sind nun so deutlich zu hören, dass das ganze Instrument samt Musiker dreidimensional vor meinem geistigen Auge erscheint.

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Im zweiten Refrain, als sie zusätzlich zu den anderen Instrumenten einsetzt, ist sie nun viel klarer zu vernehmen und setzt sich – obwohl im Hintergrund platziert – deutlich gegen Stimmen, Gitarre, Harfe, Bouzouki und Kantele durch. Die Kantele wiederum, eine Art Zither, sticht mit ihren hellen, klaren Klängen ebenfalls während des zweiten Refrains strahlend wie nie aus dem ganzen Ensemble hervor.

Und auch das Zusammenspiel von Gitarre und Harfe habe ich so harmonisch und dynamisch noch nicht wahrgenommen. Wie stark sich der dreidimensionale Eindruck verstärkt, teste ich zum Schluss noch mit dem Stück „The nearness of you“, das ich von einem Sampler mit Binaural-Aufnahmen gerippt habe (Ausgabe mit 24 bit/88,2 kHz). Binaural-Aufnahmen sind ja für ihre ganz besondere Räumlichkeit bekannt, die sich vor allem über Kopfhörer entfaltet.

Aber auch über Stereo-Lautsprecher entsteht ein wirklich außergewöhnliches Hörerlebnis. Das Besondere an dem ausgewählten Stück – eine umwerfende Coverversion von Camille Thurman – ist das Tenor-Saxofon, das mit seinem Solo bei 2:17 Min. einsetzt. Schon ohne die EPLUGGS-Abschlussstecker stand – oder vielmehr schwebte – das Instrument vor dem linken Lautsprecher, sodass ich nur meine Hand hätte ausstrecken müssen, um es zu berühren.

Eigentlich hätte ich gedacht, dass das nicht besser geht. Aber von wegen: Nach Anschluss der Stecker nahm die Plastizität noch weiter zu. Die Luftschwingungen im Instrument, die Anblasgeräusche, der Hall und die gesamten Rauminformationen wurden noch einmal klarer, deutlicher und ließen das goldene Messing so schön funkeln wie nie zuvor.

EPLUGGS RCA High-End Verpackung

 

Das Fazit

Unbedingt ausprobieren! Der Zugewinn an Räumlichkeit, dreidimensionaler Abbildung und vor allem Klarheit und Dynamik ist beeindruckend. Die Stecker sind zwar nicht billig. Aber nach einem Hörtest in den eigenen vier Wänden kann ja jeder selbst entscheiden, ob ihm die Verbesserungen den Preis wert sind. Ungenutzte Buchsen einfach offen zu lassen, ist auf jeden Fall keine Alternative.

 

Der Preis

Ein einzelner Stecker in der hier getesteten RCA-High-End-Version kostet 295 Euro pro Stück – das Set entsprechend 590 Euro. Wer nicht so viel Geld locker machen kann oder will, für den hat Büttner auch preiswertere Versionen im Angebot: Der RCA Basic kostet 50 Euro, der RCA High Power kommt auf 150 Euro und den RCA Referenz gibt es für 100 Euro – jeweils pro Stück.

 

Kontakt

EPLUGGS
Thorsten Büttner
Tel. +49 (0)6648 629286
Mobil: +49 (0)162 7875847
www.epluggs.de

 

Testanlage

  • Amplifier: Devialet 120
  • Computer: Dell Studio 1749, Windows 10, JRiver Media Center 21
  • Speaker: Duetta (modifiziert)
  • NF-Cable: wireless (Streaming)
  • LS-Cable: MIT EXp 1
  • AC-Cable: Amp VOVOX Textura Netzkabel 1,8 m
  • Gerätefüße: NovaPads-plus

 

 

 

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