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August 2011 - Karl Belkner

Der Klang von Symphonic Line
High End live erlebt...


Kontakt auf der High End 2011
Rolf Gemein

Im Mai 2011 hatten wir auf der High End in München ein interessantes Gespräch mit Herrn Gemein, HiFi-Legende und Chef von Symphonic Line. Es ging darum, dass uns bei unserem Messestreifzügen Lautsprecher-Aussteller besonders auffielen, die Ihre Schallwandler mit Elektronik von Herrn Gemein "befeuerten". Stets punkteten diese Aussteller mit einem besonderen klanglichen Charme. Klar, dass wir mehr über dieses Phänomen wissen wollten.


Spontanbesuch bei Symphonic Line

Es waren zwei Monate vergangen, als wir uns kurzfristig bei Herrn Gemein zu einem Hörtermin in Duisburg anmeldeten. Auf der Messe war eine Vorführung an einer 100%-igen Symphonic Line Kette leider nicht möglich. In Duisburg, dem Firmensitz von Symphonic Line, war dies möglich. Es wartete eine über 50.000 Euro teuere Anlage auf den Einsatzbefehl. Aber - darauf wies Herr Gemein immer wieder hin - der klangliche Charakter spiegelt sich auch in den wesentlich preisgünstigeren Verstärkern und CD-Playern wieder. Oder anders gesagt: audiophiler Klang ist bei Symphonic Line auch im unteren vierstelligem Eurobereich zu haben.


Rolf Gemein vor Vinylsammlung und Lautsprecher RG 5
Quer durchs musikalische Gemüsebeet...

In dem etwa 25 qm großen, gut bedämpften Hörraum von Symphonic Line parkten in Wandregalen unzählige Schallplatten und CDs. Wer über Jahrzehnte mit Hingabe Vinyl und CDs sammelt, hat natürlich ein breites Spektrum verschiedener Musiktitel. Gut so, denn dadurch kamen wir in den Genuss einer vielseitigen und genrenübergreifenden Klangdemonstration. Von Max Raabe über Fleetwood Mac bis hin zu Nana Mouskouri war in den rund 1 1/2 Stunden unseres Aufenthalts alles geboten. Erstaunlich, dass bei den gehörten CDs und LPs keine speziellen audiophilen Aufnahmen zelebriert wurden. Nein, normales Massengut diente als Futter für die hochwertige Symphonic Line Kette. Und der Klang?


Der klangliche Eindruck

Genial! Bei Fleetwood Mac "Oh Well Part 1 & 2" (Billigproduktion, für 6 Euro erstanden) brillierte das Zusammenspiel der Instrumente, besonders die Kombination von filigraner Flöte (in Part 2) mit gewaltigem Bass und beindruckenden Dynamiksprüngen. Bei den Dynamikspitzen fühlte man die ungebändigte Kraft der Anlage. Hingegen bei leisen Passagen wurden unscheinbare Details liebevoll offenbart. Details wie die tonale Nuancen des Flötenspiels oder die knappen Abmessungen des Studio-Aufnahmeraumes wurden deutlich.


Bei der CD von Roy Orbinson "Black and White Night" stand der Sänger beim Titel "Running Scared" in voller Größe mitten im Raum. Die exakte räumliche Darstellung blieb unabhängig von der Lautstärke oder Komplexität des Klangbildes stets bestehen.


CD-Cover Charles Aznavour - Best of

Eine emotional sehr ansprechende Aufnahme gab es dann bei Charles Aznavour (Best Of). In "La Boheme" wurde man durch die authentische Darstellung des Streichorchesters und die leidenschaftliche Stimme von Mr. Aznavour regelrecht mitgerissen. Da war eine ungeheure Kraft in der Stimme, voll Überzeugung und tief aus dem Herzen! Fast beiläufig nahmen wir zur Kenntnis, dass die Streichinstrumente in wunderbarer Harmonie Aznavours Stimme begleiteten. Dabei waren die einzelnen Instrumente des Orchesters klanglich wie räumlich exakt unterscheidbar.

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