Vergleichstest USB-Kabel – Testaufbau

Als Quelle haben wir einen Dell Studio 1749 Laptop genutzt, Winamp für Windos 7 installiert und das Ganze abschließend noch mit ASIO-Treibern aufgerüstet. Den Laptop haben wir während des gesamten Kabeltests nur im Akkubetrieb laufen lassen, um mögliche störende Einflüsse durch die Stromversorgung vom Netz auszuschließen. Der Laptop wurde dann mit jeweils einem der getesteten USB-Kabel mit dem AQVOX MyMiniDAC verbunden.

Dieser DAC ist eine von AQVOX aufgepimpte Version des Musiland Monitors 01 US, der von Hause aus solide aufgebaut ist, über eine gute Programmierung und einen guten ASIO-Treiber verfügt. Aber erst durch hochwertige Bauteile wie Folienkondensatoren und Spannungsregler sowie eine korrigierte Ausgangsstufe wird daraus laut AQVOX ein audiophiler Wandler.

Die Stromversorgung des MyMiniDAC übernahm ein spezielles USB Low-Noise Linear Netzteil von AQVOX, das die Stromversorgung durch den Laptop über das USB-Kabel unterbricht. Stattdessen holt es sich eigenen Strom aus der Steckdose und transformiert ihn in “saubere” fünf Volt Spannung und bis zu einem Ampere Stromstärke. Die Einspeisung erfolgt per passender USB-Kupplung zwischen Kabel und DAC. Von hier ging es über unser audiophil-online NF-Test-Kabel den üblichen Weg in unsere Testanlage.

 

Die Testanlage

Komponente Bezeichnung
Computer Dell Studio 1749, Windows 7, Winamp mit ASIO-Treibern
DAC AQVOX MyMiniDAC mit ASIO-Treiber
Amplifier Vincent SV-238
Speaker Duetta (modifiziert)
NF-Cable audiophil-online Testkabel (koaxial mit BNC/Cinch-Steckern)
LS-Cable in-akustik Atmos Air 309 Tri-Wiring
AC-Cable Amp VOVOX Textura Netzkabel 1,8m
Fuse Amp AHP Feinsicherung II Kupfer-Vergoldet 10 A

Die Testmusik

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Natürlich haben wir uns – wenn auch bei Windos 7 auf 24 Bit/96 kHz begrenzt – einige hochauflösende Stücke heruntergeladen und probegehört. Für den Test fiel die Wahl dann zum einen auf eine Studiomaster-FLAC-Datei (24 Bit/88,2 kHz) von der Linn Records-Website, zum anderen auf drei hervorragend aufgenommene Stücke von CD. Diese haben wir mit Exact Copy als unkomprimierte WAV-Dateien gerippt, um jegliche Klangverfälschung zu vermeiden.

Das erste gerippte Stück war “No inbetween” vom remasterten Supertramp-Album “Brother where you bound”. Die Aufnahme ist erstklassig, das Glockenspiel am Anfang bereits ein Hochgenuss, die Stimme von Rick Davies und vor allem das Saxophon sind klar und durchdringend mit leichtem Hall, der Bass mächtig und dabei doch recht trocken, vor allem der allerletzte “Paukenschlag” geht geradewegs in die Magengrube.

Als zweites Stück stand ein großer und großartiger Chorgesang auf dem Plan: “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes” aus Haydns Schöpfung. In der uns vorliegenden Interpretation von Les Arts Florissants unter der Leitung von William Christie (Virgin Classics) steigern sich Chor und Orchester in ein atemberaubendes Finale, das klanglich und musikalisch keine Wünsche offen lässt. Hier galt es für die Testkandidaten vor allem, die Übersicht zu bewahren, so dass die einzelnen Stimmlagen klar voneinander getrennt blieben und trotzdem mit Orchester und Solosängern einen stimmigen Gesamteindruck vermittelten.

Weiter ging es mit dem Opening vom Oscar-prämierten Brokeback Mountain-Soundtrack. Das Stück von Gustavo Santaolalla besteht gerade einmal aus einer Handvoll Noten, die von drei Instrumenten gespielt werden: einer Gitarre, einer Pedal-Steel-Gitarre und einem Harmonium. Bereits die ersten beiden Töne und der unglaubliche Hall reichen aus, um handfeste Klangunterschiede zwischen Kabeln festzustellen.

Zu guter Letzt folgte noch die FLAC-Datei von Linn Records: Unsere Wahl war auf den Song “I’ll be your baby tonight” gefallen – allerdings nicht das Original von Bob Dylan, sondern die Neuinterpretation von Barb Jungr auf ihrem Album “Every grain of sand”. In dem gewählten Song singt sie mit hinreißend verführerischer Stimme und wird dabei lediglich von einem Klavier und einem Kontrabass begleitet. Hier konnten die Testkandiaten zeigen, wie viel Emotionen sie rüberbringen können.

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