NRG-4 von audioquest

ImmKauftipp audiophiler wieder werden selbst wir von den klanglichen Veränderungen beim Austausch eines Netzkabel überrascht. Eine besonders positive Überraschung lieferte uns die US-amerikanische Firma audioquest mit dem NRG-4. Da dieses Kabel sogar unsere reguläre Testanlagenverkabelung übertraf, hat es von uns die Auszeichnung “Tipp” bekommen.

Der Aufbau

audioquest NRG-4 mit Schukostecker audioquest NRG-4 mit Gerätestecker audioquest NRG-4 mit Noise-Stopper

Unter dem schwarz/blau geflochtenen Mantel verbergen sich drei Hyperlitzen-Stränge mit insgesamt 2,63 mm² (siehe Kasten links “Hyperlitze”). Zwei am Kabel angebrachte Ferritkerne sorgen für eine Reduzierung der Hochfrequenzstörungen. Sowohl Schukostecker als auch Kaltgerätestecker sind vergossen. Das Kabel ist relativ starr.

Hyperlitze

Je höher die Frequenz eines durch einen Leiter fließenden Stroms, umso mehr fließt dieser Strom auf der Leiteroberfläche (Skineffekt). Dieser Effekt kann bei besonders hohen Frequenzen so groß sein, daß durch die Mitte des Leiters kein Strom mehr fließt. Dadurch leitet das Kabel bei diesen hohen Frequenzen schlechter als bei niedrigen Frequenzen. Abhilfe schaffen hier viele dünne Einzelleiter (Litze), die voneinander isoliert sind. Allerdings beinflussen sich die einzelnen Litzen gegenseitig. Durch eine besondere Wickeltechnik kann diese negative Wirkung eliminiert werden. Litze mit dieser Wickeltechnik wird von audioquest “Hyperlitze” genannt.

 

Klangliche Auswirkung

Netzkabel werden bei vielen Audioketten oftmals sträflich vernachlässigt. Viele Anlagenbesitzer können keinen Zusammenhang zwischen einer hochwertigen Netzkabelverbindung und gutem Klang erkennen. Schon gar nicht bei Geräten, die ohnehin keinen großen Strombedarf haben. So wie beispielsweise ein CD-Player mit max. 16 W Leitungsaufnahme. Genau so eine stromsparende Komponente haben wir für unseren Hörtest mit dem NRG-4 ausgestattet. Wir erwarteten nur geringe Unterschiede zu unserer bisherigen Netzverkabelung. Frisch aus der Verpackung entnommen, kurz die Phase am Stecker markiert und ohne Beachtung von irgendeiner Kabeleinspielzeit stöpselten wir also die audioquest-Strippe an. Tja, und da waren sie, die klanglichen Unterschiede: die Höhen schmeichelten mit besonderer Transparenz und ohne einen Ansatz von Härte, Schlagzeugbecken schwangen länger aus, Vocals rückten näher zum Zuhörer. Bei Liveaufnahmen hatte man sogar den Eindruck, das Publikum applaudiert länger. Das kann damit zu erklärt werden, dass schwache Nuancen, die bei der bisherigen Verkabelung unter der Rubrik “Übertragungsverluste” verloren gingen, nun hörbar wurden. Kurzum, das Kabel offenbarte Details ohne dabei analytisch zu werden. Vielmehr gelang dies auf eine natürliche, leichtfüßige und souveräne Art. Von der Klangtendenz her gesehen einen kleinen Tick heller, was sich aber keinesfalls störend auswirkt. Lediglich in der Kategorie “Klangfarben” hatte unsere bisherige Verkabelung die Nase einen Hauch weiter vorne. Dies fiel jedoch nur bei einigen Streichinstrumenten auf, die im Gegenzug beim NRG-4 dafür lebendiger aufspielten.

 

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Ausführung/Preis

Unsere Testversion mit 1,8 m Länge kostete 350,- Euro (Stand Dezember 2009).

 

Fazit

Wunderbar auflösendes Netzkabel mit einem Tick ins Helle. Dem Kabel gelingt die Gradwanderung hoch aufzulösen, ohne analytisch zu wirken. Es ist das erste Netzkabel, dass die bisherige Verkabelung unseres Players (modif. SONY XA50ES) übertroffen hat. Klanglich eine klare Empfehlung!

 

Vertrieb

audioquest
Hoge Bergen 10
NL-4704RH Roosendaal
Tel.: +31 165 54 1404
Fax: +31 165 54 7175
http://www.audioquest.com

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