Triple AC Enhancer von Akiko Audio

Sie sind auf der Suche nach perfektem Klang, sind unzufrieden und haben öfter das Gefühl, es ist unangenehm laut oder reagieren gereizt auf das Gehörte? Spielen sie mit dem Gedanken Komponenten gegen vermeintlich bessere und meist teurere zu tauschen? Vielleicht ist das nicht nötig und es genügt eine bescheidene Investition, um etwas zu entdecken, mit dem sie nicht gerechnet haben.

Aufbau und Wirkungsweise

Der Triple AC Enhancer wird von Hand gefertigt, wiegt 650 Gramm, die sich auf eine Gesamtlänge von 330 Millimetern verteilen. Im Inneren des 160 Millimeter langen Kohlenstoffgehäuses befinden sich, in drei getrennten Kammern, neu entwickelte aktive Materialien, die mit den Stromkabeln verbunden sind. Jene werden durch Einsatz von Kunstharz stabilisiert um Mikrofonie zu minimieren. Im Gehäuse befindet sich keine Elektronik und alle Stromverbindungen werden an Masse geleitet. Welche Materialien zum Einsatz kommen und wie sie genau funktionieren, möchte der Hersteller nicht verraten. Akiko Audio gibt jedoch an, messtechnisch belegen zu können, dass der Enhancer Störungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder zu eliminieren vermag.

Installation

Für den Test verwendete ich eine hochwertige Steckerleiste mit drei Anschlüssen. Es ist ratsam den Enhancer in die Stromleiste einzufügen, wo Verstärker und primäre Signalquelle Energie beziehen. Akiko Audio gibt an, dass sieben Tage Dauerbetrieb nötig sind, um die Wirkung zu entfalten.

Erste Eindrücke während der Einspielzeit

Am Verstärker waren über eine Distanz von circa 4 Metern, somit weit entfernt vom Enhancer, Media-Receiver und Blu-Ray-Player angeschlossen. Neben sofortiger Erhöhung von Abbildungsschärfe und Kontrast, legte der Klang von TV und Heimkino mehrere Phasen von Veränderungen des Schallpegels offen.

Nach einiger Zeit musste ich den Media-Receiver lauter stellen. Stabilität erlangte das Klangbild nach drei Tagen Einsatz, wo der Verstärker eine dauerhafte Sättigung des Volumens auch bei niedriger Stufe erreichte. Trotzdem ich von diesem Moment an Heimkino und Verstärker leiser stellen musste, war eine beeindruckende räumliche Darstellung, feine Details, Kraft und Plastizität zu vernehmen. Diese Erfolge steigerten die Spannung auf einen gründlichen Test. Ich konnte es kaum erwarten, am achten Tag meine bevorzugte Klangquelle des Plattenspielers zu hören.

Tsunami – der Enhancer nach der Einspielzeit

Dieses japanische Wort bedeutet Hafenwelle. Der Hafen war in diesem Falle mein Innerstes und die Welle kam aus der Anlage. Die folgenden Eindrücke wurden mit Einsatz des Triple AC Enhancers nach Einspielzeit gesammelt.

 

Yello 1980 – 1985 THE NEW MIX IN ONE GO / Doppel LP / Sometimes (Dr. Hirsch) / Base for Alec:
Diese Platte höre ich seit 31 Jahren, doch löste sich eine Flut an ungewohnten Eindrücken. Das Geschehen war reich an vielen subtilen Details. Die synthetischen Klänge wurden in einer spektakulären räumlichen Darstellung, wie akustische Skulpturen abgebildet. Dabei fiel mir auf, dass die gerade Linie am oberen Rand der Abbildung entfiel und sich nun aus organischen Formen der Schallquellen bildete. Dieter Meyers Stimme war markant und sonor in der Mitte des Panoramas zu vernehmen. Alles schmeichelte dem Ohr auf ungewohnte Weise, war unverzerrt und entspannt zu hören. Besonders beeindruckend war, dass ich mit dem Enhancer einen Bass hörte, den ich weder von meinen Spendor SP1 (Baujahr 1985) kannte, noch ihnen zugemutet hätte. Diese Lautsprecherlegende besaß den Ruf, im Tieftonbereich weniger präsent zu sein. Eine Eigenschaft, die ihrer Neutralität geschuldet ist und sich in den letzten Jahren durch Optimierung der Kette stark verbesserte. Dass sie nun zu solch einer Leistung im Tiefton imstande war, hatte mich hingegen überrascht.

Das nächste Stück Base for Alec, hatte sich oft als kritisch erwiesen, da die kleinen E-Gitarren-Einlagen unangenehm zu Gehör drangen. Mit dem Enhancer waren hingegen schrillste Klänge ohne Probleme genießbar. Es war Spaß, Gänsehaut, Emotion, Leichtigkeit, Genuss; ich wurde von der Welle erfasst und mitgerissen.

 

Paul Hillier / Proensa / ECM NEW SERIES / Reis glorios:
Akiko Audio gibt an, dass menschliche Stimme und akustische Instrumente in besonderem Maße profitieren. Ich hörte mir das Reis glorios an, es begann mit einer leise, geräuschhaft gespielten Streichpsalter im Wechsel mit einer Laute von einfacher Melodik. Diese Instrumente bildeten sich scharf im Raum ab, wurden Musik und nicht Konserve. Die Klänge waren fein aufgelöst, wirkten organisch. Die Musik wurde digital produziert, auf Vinyl gepresst und begeisterte durch eine außergewöhnliche Qualität. Langsam steigerte sich der Rhythmus und Hilier erhob seine Stimme. Erneut wurde ich von einer Welle mitgerissen. Alles reduzierte sich auf das Wesentliche: Stimme und Instrumente, die Raum und Zeit vergessen ließen. Ich gab mich nur noch dem Hören hin, ließ mich fallen, ohne Gedanken an Technik oder Qualität der Wiedergabe. Das Gebotene erschien überwältigend in seiner Schönheit und Reinheit. Ich war emotional tief gerührt.

 

Grèce / Chants sacrés de la tradition byzantine vol. 1 / harmonia mundi France 1977 / Kherouvikon (Hymne des Chérubins):
Dieser Choral begann mit tiefen Männerstimmen, des Téodore Vassilikos Ensembles, die sonore langgezogene O-Töne erzeugten. Als der Hauptsänger den liturgischen Text aus dem 4. Jahrhundert vortrug, verlieh er seiner Stimme in mehreren Stufen Volumen. Die fein gefächerte Präsenz seiner klaren und silbrig schimmernden Obertöne trugen sich weit in die Kirchenakustik fort. Sein Gesang erreichte den ersten Höhepunkt, entfaltete volle Kraft, die rein und sauber wiedergegeben wurde. Ein überwältigender Moment. Ich war berührt von der Schönheit, wenn diese Menschen ihren Gott anriefen.

 

Georges Bizet / Carmen / Chor der deutschen Oper Berlin / Leitung: Hermann Lüddecke / Schock / Prey / Ludwig / zweiter Akt – Zigeunerlied / EMI-Electrola 1961:
Diese Produktion bestach durch eine außergewöhnlich gute Klangqualität, vor allem in der räumlichen Darstellung. Die Opernstimmen wurden auf beeindruckende Weise festgehalten. Langsam baute sich das Zigeunerlied auf. Frau Ludwigs Stimme erschien seit Beginn als kraftvoll und überzeugend. Der Rhythmus steigerte sich, ihr Gesang wurde intensiver, gewann an Gewalt, wirkte von der Anlage gelöst, strahlte kraftvoll von innen heraus, hatte nichts mehr mit Hi-Fi zu tun. Dieses Stück ging mir durch Mark und Bein, erneut wurde ich überwältigt. Alles wurde sauber und ohne Störungen wiedergeben, ließen erneut vergessen vor einer Anlage zu sitzen. Die Darstellung war groß dimensioniert, wirkte natürlich proportioniert im Verhältnis des Abstands zum Klanggeschehen.

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Wüste – Das Hören ohne Enhancer

Offensichtlich gab es eine Zeit, in der ich mich, aus heutiger Sicht betrachtet, mit unerträglichen Verhältnissen zufrieden gab. Da ich die Stromversorgung optimierende Maßnahmen relativ spät entdeckte. Für diesen Negativtest entfernte ich den Enhancer für drei Tage. Die Anlage lief ohne Verbesserung der Energieversorgung.

 

Yello 1980 – 1985 THE NEW MIX IN ONE GO / Doppel LP / Sometimes (Dr. Hirsch) / Base for Alec:
Erneut war ich über die Ergebnisse erstaunt. Das Klangbild sackte räumlich nach unten. Der oben beschriebene Bass war abgemagert, unscharf und detailarm. Dieter Meyers Stimme waberte undifferenziert im Raum. Das hielt ich nicht lange aus, vor allem weil viele synthetische Klänge im Hochtonspektrum zu verzerrt wiedergeben wurden. Dieses extreme Gegenteil zum Ergebnis mit dem Enhancer, ließ es nur Sekunden dauern, bis ich die Wiedergabe stoppte.

 

Paul Hillier / Proensa / ECM NEW SERIES / Reis glorios:
Bei akustischer Musik, traten die Unterschiede noch deutlicher hervor. Die Abbildung wurde kleiner und rückte stark nach links. Streichpsalter, Laute und Stimme wurden zur Konserve. Der Realismus war verschwunden, genauso wie die schönen Gedanken und Gefühle. Es machte keinen Spaß zu hören.

 

Grèce / Chants sacrés de la tradition byzantine vol. 1 / harmonia mundi France 1977 / Kherouvikon (Hymne des Chérubins):
Abwesend waren: gewohnte Natürlichkeit, Raum, Kontrast, Details, feinste Nuancen, komplexe Obertöne. Bei Erhöhung der Stimme wurden Verzerrungen so unerträglich, dass dies ein rasches Beenden der Wiedergabe zur Folge hatte.

 

Georges Bizet / Carmen / Chor der deutschen Oper Berlin / Leitung: Herrmann Lüddecke / Schock / Prey / Ludwig / Seite drei / zweiter Akt – Zigeunerlied / EMI-Electrola 1961:
Bei dieser Platte fielen die Unterschiede drastisch auf. Das Klanggeschehen schrumpfte auf Modelleisenbahngröße nach unten. Christa Ludwig mutierte zu einer Zwergin, zwar mit kraftvoller Stimme, die aber mehr mit Hi-Fi, denn mit Mensch zu tun hatte. Keine autonome Strahlkraft, weniger Details, kein Spaß, eher negative Emotionen. Der Abstand zum Klanggeschehen und Größe der Abbildung gerieten in ein ungünstiges Verhältnis. Die Motivation weiter zu hören, erlosch nach wenigen Sekunden.

Fotos: Thomas Hündgen

 

Fazit

Der Triple AC Enhancer ermöglichte Lösung von Technik, hin zur Musik. Das Gebotene erschien nicht mehr als Konserve, sondern gewann an detailreichem Realismus. Stimmen glänzten durch silbrig schimmernde, komplexe Obertöne. Der Tieftonbereich gewann an Präsenz und Ausdehnung. Es genügte der Einsatz eines einzigen Enhancers, um in den Genuss zu gelangen, Musik auf hohem Niveau zu hören. Er weckte die Lust, sich auf Entdeckungsreise der Plattensammlung zu begeben. Das Gebotene blieb frei von Störungen, wie Verzerrungen oder Verkleinerung des Klangbilds. Und am Ende blieb nur Musik.

Preis/Bezugsadresse

Triple AC Enhancer 295,- Euro (Stand: September 2016). Der Hersteller bietet bei Unzufriedenheit eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie.
Vertrieb über Webshop: www.akikoaudio.com

 

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