FineFilter S von Audioplan
Wie der FineFilter entstand
Audioplan hat sich schon sehr früh mit dem Thema audiophiler Stromversorgung intensiv aus-
einandergesetzt.
Während der Entwicklung von Lautsprechern in den 80er Jahren fiel auf, daß an unterschiedlichen Tagen zu
unterschiedlichen Zeiten der Höreindruck schwankte.
Nachdem subjektive Eindrücke ausgeschlossen werden konnten, wurde der Übeltäter
- das Stromnetz - erkannt.
Nach aufwändiger Entwicklungsarbeit über mehrere Stufen entstand letztendlich der heutige FineFilter.
Das Innenleben
Um unerwünschte Mikrofonie-effekte in den elektronischen Bauteilen zu verhindern, hat Audioplan die aktiven Bauteile
in eine schwarze Masse ein-gegossen.
Die S-Version erlaubt eine Dauerbelastung von 10A, kurzzeitig sind auch 25A möglich.
Außerdem wurde ein Überspannungsschutz integriert.
Die internen Verbindungen sind sauber ausgeführt, der Leiterquer-schnitt ist ordentlich.
Alle elektrischen Bauteile sind überdimensioniert und somit äußerst verlustarm.
Das 5 mm Gussgehäuse ist sehr robust.
Einstellmöglichkeiten
An der Stirnseite befinden sich zwei Schalter zur Anpassung des Filters.
Der linke Schalter dient zur Aktivierung des "Ground-Filters".
Wird ein PowerPlant verwendet, sollte der "Ground-Filter" ausgeschaltet werden. Standardmäßig ist er eingeschaltet.
Mit dem rechten Schalter, dem "Line-Filter" kann die Filter-charakteristik verändert werden.
Es gibt hier drei Stellungen. Die mittlere Stellung ist die Grundstellung und deckt den Filterbedarf der meisten
Anlagen ab.
Wird der Schalter in die obere Stellung gebracht, wird ein schmalbandiger Zusatzfilter aktiviert.
Dadurch kann ein helleres, dynamischeres Klangbild mit mehr Auflösung im Mittel-Hochtonbereich erzielt werden.
In der unteren Schalterstellung arbeitet auf Wunsch ein breitbandiger Zusatzfilter.
Er bewirkt ein wärmeres Klangbid mit gut ausgeprägter Dynamik im Bass- und Grundtonbereich.
Der Hörtest
Nachdem wir in der Anleitung des FineFilters den Hinweis "Wenn Sie mit den Schaltstellungen experimentieren, beachten Sie bitte, daß Klangänderungen nicht schlagartig, sondern sich quasi gleitend langsam aufbauen..." gelesen hatten, ahnten wir es: dies wird ein längerer Hörtest. Und so war es dann auch. Zunächst beschäftigten wir uns erst einmal mit den grundsätzlichen Filtereinstellungen. In der oberen Schalterstellung des Line-Filters wurden tendenziell die Mitten und Höhen etwas "herausgearbeitet", in der unteren Schalterstellung wurden die Bässe etwas druckvoller wiedergegeben. Da unsere Anlage bereits ausgewogen aufspielte, entschieden wir uns für die standardmäßige Mittelstellung. Nun ging es darum, die klanglichen Veränderungen in der für die Testanlage optimalen Mittelstellung zu "er-"hören, zu beschreiben und zu dokumentieren. Zusätzlich wollten wir wissen, ob sich die gewonnenen Erkenntnisse auch nach einiger Zeit wiederholen lassen. Daher ließen wir im Anschluß an die regulären Hörsessions den Filter drei Tage am Netz. Anschließend entfernten wir den Filter und hörten erneut. Um Zufallsergebnisse auszuschließen, wiederholten wir auch den 3-Tage-Test. Die Tendenzen der klanglichen Verbesserungen waren immer erkennbar,
allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. Das muss allerdings nicht wirklich verwundern, schließlich sind die Netzstörungen nicht immer gleich stark. Die geringsten Unterschiede hatten wir an Feiertagen. Stets nahm die "Natürlichkeit" bei Verwendung des FineFilters zu, die Musik wirkte "musikalischer", die Instrumente bekamen Kontur, überbetonte Zischlaute bei den Vocals wurden auf ein natürliches Maß reduziert, die Härte im Mitten- und Hochtonbereich verschwand. Die Live-Version von "Hotel California" fing an zu "atmen", die Gitarrensaiten schwangen länger aus, das Klatschen des Publikums mutierte vom Störgeräusch zum "Emotionsbeschleuniger". Wir hatten das Gefühl, ganz nahe am Original zu sein. Doch das ganze ließ sich noch eine Tick steigern, nachem wir den PowerPlant vor den CD-Player einschleiften. Dadurch wirkte die musikalische Bühne noch etwas aufgeräumter, einzelne Pfiffe und Rufe aus dem Publikum bekamen so noch etwas mehr Struktur. Die Streicher bei Sarah Brightman´s "Time To Say Goodbye" musizierten noch eine Spur weicher und sanfter, Sarahs Engelsstimme löste sich noch leichter von den Schallwandlern. Zufrieden lehnten wir uns zurück, wieder waren wir dem audiophilen Himmel einen Schritt näher gekommen.






