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Vergleichstest Steckdosenleiste/Netzverteiler
Platz 2 - die SUN-Leiste

High End SUN-Steckdosenleise
Fazit:
die SUN-Leiste ist klanglich bei weitem nicht das Optimum. Gegenüber einer Baumarktleiste lässt sich ein ein geringer Klanggewinn realisieren. Wer allerdings auf feinste Auflösung und exakte räumliche Abbildung Wert legt, ist bei der "Keksdose" besser aufgehoben. Der Preis von ca. 200,- Euro für eine 6er-Leiste erscheint im Hinblick auf das verwendete Material angemessen.


SUN war einer der ersten Anbieter in Sachen HiFi-optimierter Steckdosenleisten. Die Verarbeitung ist tadellos. Auch hier wurde auf einen Leiterquerschnitt von ca. 3 qmm gesetzt. Bei den Schutzleiterverbindungen liegt der Querschnitt sogar über 6 qmm. Als Leitermaterial wurde durchgehendes massives OFC-Kupfer verwendet. Das stabile Alugehäuse macht einen hochwertigen Eindruck. Die Anschlussleitung ist abgeschirmt; dadurch soll HF-Einstrahlung verhindert werden. Die Kabellänge beträgt serienmäßig 1, 2 oder 3 Meter ohne Aufpreis. Erst ab 3 Meter Länge entstehen weitere Kosten. Klanglich muß sich der Klassiker dem Audioplan-Produkt leider deutlich unterordnen (siehe "der Hörvergleich").






Der Hörvergleich mit Audioplan's PowerStar S

Wieder einmal musste die mit xrcd2-Technologie hervorragend aufgenommene CD "BEST AUDIOPHILE VOICES" zum Hörtest antreten. Mit dabei war neben den beiden Testkandidaten auch eine typische Baumarktleiste. Sie sollte beim Bestimmen der Klangcharakteristik der beiden Prüflinge helfen. Als erstes Testlied wählten wir "SONG FOR THE JOURNEY" von Tish Hinojosa und schlossen zunächst die Baumarktleiste an. Die Gitarre klang gepresst, die Instrumente wirkten etwas kraftlos und in den Hintergrund verbannt. Anders bei der SUN-Leiste. Die Gitarre erhielt auf einmal mehr Klangvolumen, Tish´s Stimme wirkte ausdrucksstärker. Allerdings schien ein leichter "Schleier" über dem Klangbild zu liegen. Die Stimme klang etwas wattig; es kam einen so vor, als ob die Aufnahme in einem stark bedämpften Raum aufgenommen wurde. Als wir die Anlage an den Audioplan Netzverteiler anschlossen, verschwand der Schleier schlagartig. Die Stimme wirkte lebendiger, die Gitarre spielte punktgenauer. So als ob vorher die Töne nicht genau getroffen wurden, Gitarre und Stimme rückten näher an den Zuhörer. Als Nächstes ließen wir Jeanette Lindstrom & Steve Dobrogosz aufspielen.

In "THE LOOK OF LOVE" fielen die Unterschiede besonders deutlich beim Klavier auf. Bei der Baumarkleiste hörte sich der Flügel stark bedämpft an, so als ob er Deckel noch vollständig geschlossen war. Der SUN-Riegel wiederum ließ das Klavier ausdruckstärker, mit mehr Tiefgang und Dynamik erklingen. Allerdings immer noch ein wenig dumpf, so als ob der Klavierdeckel nicht ganz geöffnet war. Erst beim Umstecken auf den Audioplan Netzverteiler war der Flügel "vollständig geöffnet". Die angeschlagenen Klaviersaiten schwangen auf einmal sauber aus und ließen sich exakt orten. Links die Saiten für die tiefen und rechts die Saiten für die hohen Töne. Die Stimme schwebte im Raum, die Musik floss und die ganze Darbietung erfuhr eine wunderbare Luftigkeit. Auch Cheryl Wheeler provitierte in "SYLVIA HOTEL" vom Rund-Verteiler. Während bei der Sun Leiste die Stimme begrenzt und nuschelig ertönte, bekamen wir bei der "Keksdose" eine leidenschaftliche Darbietung mit "Gänsehaut"-Effekt. Spätestens jetzt war klar, daß Audioplan auch bei diesem Test die Nase wieder weit vorne hat...


So haben wir getestet

Alle Stromverteiler wurden im Vorfeld "ausgephast". Für die Stromzufuhr diente ein eigener Stromkreis mit einem Leiterquerschnitt von 1,5 qmm. Die "Testkandidaten" wurden immer im Wechsel an die gleiche Steckdose angesteckt. Die Cinch-Verbindungen von anderen Audioquellen wurden am Verstärker ausgesteckt. Verstärker und CD-Player wurden vor dem Test zwei Stunden eingespielt.




Die Testanlage

  • ASR Emitter 1 HD
  • Sony XA50-ES (modifiziert)
  • Sonus Faber Grand Piano Home
  • Phonosophie Rack