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Dezember 2012 - Daniel Plaßmann

Vergleichstest USB-Kabel -
0 Klang oder 1a?

Immer häufiger ersetzt der Computer das wandfüllende CD- oder Schallplattenregal. Kein Wunder: Einfacher und platzsparender lässt sich eine Musiksammlung weder zusammenstellen noch verstauen. Die Frage ist nur: Wie kommt die Musik vom Rechner möglichst verlustfrei an Ihre Ohren? Schon die ersten anderthalb Meter durchs USB-Kabel zum DAC können darüber entscheiden, was Sie zu hören bekommen und was nicht. Wir haben den Test gemacht.



Downloads machen mittlerweile fast ein Fünftel des gesamten Umsatzes der Musikverkäufe in Deutschland aus. Die breite Mehrheit scheint die schöne neue digitale Musikwelt jedoch nur zu nutzen, um möglichst viele Songs als möglichst kleine Dateien mit entsprechend geringer Qualität auf ihrem Computer, Smartphone oder Mediaplayer zu speichern. Masse statt Klasse.

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Dabei bietet das Internet für audiophile Musikliebhaber auch genau das Gegenteil: Stereo-DXD-Dateien beispielweise mit 24 Bit/352,8 kHz gönnen einer Minute Musik etwa 100 MB Speicherplatz - die gute alte CD kommt gerade einmal auf ein Zehntel davon.

Vor allem Mac-User können von hohen Auflösungen profitieren: Ab dem Betriebssystem OS X 10.6.4 Snow Leopard ist erst bei 32 Bit/384 kHz Schluss. Windows 7-Anhänger dagegen kommen ohne zusätzliche Treiber nicht mal über 24 Bit/96 kHz hinaus. Doch auch mit dieser Bitrate liegt die Datenmenge immer noch deutlich über der einer CD.

Für welche Auflösung Sie sich auch entscheiden: Um die Musikdateien in Ihre audiophile Anlage einzuspielen, benötigen Sie einen Digital-Analog-Wandler, englisch kurz DAC. Und ein USB-Kabel, das den Computer mit dem DAC verbindet. Wer auf die Idee kommen sollte, die analoge 3,5-mm-Kopfhörerbuchse seines Laptops als preiswerten Direktausgang zum Verstärker zu nutzen, darf sich nicht wundern, wenn das Ergebnis entsprechend billig klingt. Doch auch der digitale Weg durchs USB-Kabel bis zum DAC ist bereits verlustbehaftet: Die Hersteller weisen unisono vor allem auf das Jitterproblem hin - Fehler in der zeitlichen Abfolge der Einsen und Nullen, aus denen sich das digitale Musiksignal zusammensetzt, hörbar als Verzerrungen.

Um dieses Problem und andere klangschädliche Einflüsse zu minimieren, schlagen die Hersteller unterschiedliche Wege ein. Der US-amerikanische Hersteller audioquest setzt auf langkristalline Kupferleiter mit hohem Silberanteil oder direkt auf massives Silber, bei den Spitzenmodelle zusätzlich auf das Dielectric-Bias System DBS, das sowohl Jitter als auch den schlechten Einfluss von Elektrosmog minimieren soll. AQVOX macht sich eine optimierte Kabelgeometrie und ein spezielles Isolationsmaterial zunutze - und vertraut bei der Entwicklung vor allem auf die langjährige Erfahrung und die eigenen Ohren. Und bei Phonosophie kommt die selbst entwickelte Phonosophie-Aktivatortechnik zum Einsatz, die das Kabel vor Elektrosmog und zugleich Raum und Hörer vor der Strahlung des Kabels schützen soll.



Die Testkandidaten

USB-Logo

Wie erfolgreich die drei Hersteller mit ihrer Philosophie fahren, haben wir in einem ausführlichen Vergleich getestet. Angetreten waren drei Modelle von audioquest und jeweils ein Kabel von AQVOX und Phonosophie. Als Vergleich haben wir zudem ein Standard-USB-Kabel hinzugezogen, um festzustellen, ob es überhaupt Unterschiede zu dieser Billigvariante gibt. Und wenn ja, wie groß sie sind.

Um zu zeigen, dass Klangunterschiede bei USB-Kabeln bereits bei Verwendung von sehr preisgünstigen DACs deutlich zu hören sind, haben wir den Test mit dem Mini-DAC von AQVOX durchgeführt. Es ist davon auszugehen, dass bei Verwendung von noch höherwertigeren Komponenten im vier- bis fünfstelligen Eurobereich die Unterschiede drastischer ausfallen. Nähere Informationen zum Testaufbau und zur Testmusik finden Sie hier.

In der folgenden Tabelle haben wir die Testkandidaten mit einigen augewählten Unterscheidungsmerkmalen gegenübergestellt. Für den ausführlichen Höreindruck lesen Sie bitte die einzelnen Berichte. Klicken Sie bitte dazu auf den Produktnamen.

Produkt räum-
liche
Dar-
stel-
lung
Klang-
farbe
Kurzcharakteristik
audioquest Coffee +++ neutral absolut stimmig mit schönen Klangfarben und viel Dynamik. audiophiler Tipp
Phonosophie-Aktivator USB-Kabel +++ luftig/hell detailverliebt und offen mit toller Bühne. audiophiler Tipp
AQVOX USB-Kabel +++ warm druckvoll, mit viel analogem Charme. audiophiler Tipp
audioquest Carbon ++ neutral angenehm, mit guter Dynamik und Detailtreue.
audioquest Forest + neutral in Vergleich zu den Spitzenkabeln etwas grobmotorisch, aber spielfreudig. Preisgünstiges Einstiegskabel.
Standard-USB-Kabel neutral unmusikalisch und hart.



Informationen zum Testaufbau und zur Testmusik