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Phonosophie-Aktivator CD-Chip

September 2010 - Karl Belkner

Phonosophie-Aktivator CD-Chip

Die Hamburger HighEnd-Schmiede Phonosophie bietet neuerdings auch selbstklebende Tuning-Chips zum Veredeln von CD, SACD, DVD und Blu-ray an. Die Aufkleber gibt es in zwei Größen mit unterschiedlich starker Wirkung. Wir haben uns die klanglichen Veränderungen von zwei präparierten CD´s angehört und mit der Original-CD verglichen. Des Weiteren wollten wir wissen, ob sich der Klang der aufbereiteten CD´s mit Hilfe der Phonosophie-Aktivator-Technologie noch weiter verbessern lässt.

Hintergrund
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eder CD-Player erzeugt unerwünschte elektromagnetische Felder. Dabei spielt die Antriebseinheit, die die CD in eine Drehbewegung versetzt, eine nicht unwesentliche Rolle. Es entstehen Störfelder, die sich ungünstig auf die Weiterverarbeitung der eingelesenen Digitalsignale auswirken. Die Phonosophie-Aktivator-Technologie versucht die negativen Auswirkungen dieser Felder zu reduzieren.


Gefahr durch Unwucht?
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es ist definitiv keine Gefährdung des Players durch das einseitige Aufkleben des Chips zu befürchten. Im Gegensatz zu CD-ROM-Laufwerken rotiert die CD in einem normalen Player mit einer so niedrigen Geschwindigkeit, dass eine Gefahr für die Antriebseinheit ausgeschlossen werden kann. Wer dennoch Bedenken hat, kann selbstverständlich einen weiteren Chip als "Gegengewicht" auf der gegenüberliegenden Seite der CD aufbringen.


Der Höreindruck
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ie lateinamerikanische Künstlerin Mercedes Sosa hatte die Ehre, für unseren Vergleichstest musikalisches Testfutter "par excellence" zu liefern. In Ihrer außergewöhnlichen Interpretation der gesungenen Messe "Misa Criolla" (Kreolische Messe) kommt ein vierzigköpfiger Chor, eine Charango (Gitarre mit fünf Doppelseiten) sowie eine Vielzahl von Flöten und regionalen Schlaginstrumenten zum Einsatz. Drei gleiche CD´s hatten wir uns für den Vergleichstest besorgt. Zwei davon wurden mit einem großen und einem kleinen Chip bestückt (siehe Pfeil im obigen Foto), die dritte CD blieb unverändert. Um sicherzustellen, daß die Aufnahme von allen drei CD`s auch wirklich identisch ist, hatten wir die CD´s vor den Test in den PC eingelesen und mit der Software "Exact Audio Copy" auf Bitgleichheit geprüft. Sicher ist sicher.

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Zunächst hörten wir uns die CD ohne Chip an. Als Referenzstück wählten wir "Kyrie", was soviel wie "Herr" heißt. Wir achteten u.a. auf die räumliche Abgrenzung des Chors, die Größe der Stimme von Seniora Sosa und der Instrumente, die Klangfarbe und auf die Dynamik. Obwohl das Werk sauber aufgenommen war und sich auf hohen Niveau bewegte, bemerkten wir dennoch einige klangliche Schwachstellen. Der Chor wirkte nebelartig, der Gesang von Sosa setzte sich räumlich nicht vom Chor ab. Die Charango-Gitarre hörte sich etwas dumpf und träge an. Auch die Siku (bolivianische Panflöte) konnte klanglich nicht wirklich überzeugen. Sie spielte in den Höhen begrenzt und ließ sich in der virtuellen Bühne hinter den Lautsprechern orten.

Nun war die CD mit dem kleinen Chip an der Reihe. CD einlegen, Starttaste drücken und gleich nach dem ersten Takt die Pausetaste drücken. Denn bei gedrückter Pause-Taste rotiert die CD im Player weiter und unterstützt so die "Arbeit" des Phonosophie-Aktivatorchips. Nach ca. einminütiger Unterbrechung ging es dann weiter. Sofort fiel die größere Lautstärke auf. Auch die Dynamik legte noch etwas zu. Der Chor wirkte größer und platzierte sich die ersten Sekunden unterhalb von Seniora Sosa, die ebenfalls an Größe zugelegt hatte. Begleitet von einer wesentlich druckvolleren Pauke, die jetzt die Hörraum-Möblierung erschütterte. Nach ungefähr einer Minute befand sich der Chor auf der gleichen Höhe wie die Sängerin. So als ob er aus dem Erdboden emporgeschwebt war. Das Gitarrenspiel klang flüssiger, der Klangkörper natürlicher. Sowohl Gitarre wie auch die Panflöte waren etwas in Richtung unserer Hörposition gewandert und befanden sich jetzt auf der Lautsprecherachse.


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