Klangpotenzial von Tuningmaßnahmen

Notwendigkeit eines Optimierungs-Fahrplans

Sie haben sich ein hochwertiges Audiokabel ausgeliehen und können in einem Hörtest keinen Unterschied zu einer einfachen Beipackstrippe feststellen? Oder versuchen Sie vergeblich, mit Spezialsprays Ihre CD-Sammlung klanglich aufzupeppen? Hören Sie keine klangliche Verbesserung, obwohl die Fachpresse das eingesetzte Produkt über alles lobt?

Spätestens dann, sollten Sie sich über das mögliche Klangpotenzial Ihrer Tuningmaßnahme Gedanken machen. Soll heißen: Wenn beispielsweise Ihre Lautsprecher ungünstig aufgestellt sind und dies durch wummernde Bässen und ein verwaschenenes Klangbild quittiert bekommen, wird ihnen auch das beste Superkabel nicht helfen können.

Es ist also wichtig, sich erst um die Optimierungsmaßnahmen mit dem größtem Potenzial zu kümmern. Erst dann ist es möglich, feine Nuancen bei anderen Optimierungsversuchen mit einen kleinen Klangpotenzial überhaupt zu hören.

In dem obigen Tortendiagramm können Sie deutlich die unterschiedlichen Tuninggruppen mit dem zu erwartenenden prozentualen Erfolgspotenzial sehen. Daraus ergibt sich ein “Ranking” bzw. “Tuningfahrplan” den sie in der nachfolgenden Tabelle sehen können:

 

Rang Tuninggruppe Maßnahmen
1. Lautsprecheraufstellung Optimierung durch

  • Abstand zu Raumwänden
  • Standboxen an längere Wand stellen
  • Anwinkeln
  • gleichseitiges Hördreieck
  • Verwendung von (Anti-)Spikes
2. Elektrosmog Reduzierung von elekt. Feldern bei

  • Spiegelflächen
  • Glasflächen
  • Fußbodenheizungen
  • Lautsprecherchassis
  • Netzstecker(-leiste)
  • Netzsteckdosen
  • DECT-Telefonen
  • (WLAN-)Routern
  • Lampen
  • Flachbildschirmen
3. Stromversorgung Upgraden der

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  • Netzsteckerleiste
  • Netzkabel
  • Sicherungen
  • Wandsteckdose
  • Trafohalterung

……………………………..

  • Ausphasen
  • eigenen Stromkreis
4. Racks/Gerätefüße Verwendung von

  • Racks
  • Basen/Boards
  • optimierten Gerätefüßen
5. Digital-/Analogkabel Upgraden von

  • Lautsprecherkabel
  • USB-Kabel
  • Cinch-Kabel
  • XLR-Kabel
6. Nachhallzeit Hörraum Maßvolles Bedämpfen des Hörraums durch

  • Teppich
  • Vorhang
  • Gardinen
  • (Rauhfaser-)Tapete
  • Wandabsorber
  • Dekotextilien
  • Leinwandbilder
  • Polstermöbel
7. Tonträgertuning
  • CD-Sprays
  • CD-Entmagnetisierer
  • CD-/Vinyl-Pucks
  • Klebechips
  • Unterlegematten für CD und Vinyl
8. Sonstiges
  • Klangschale
  • Buchsen-Abschlußwiederstände
  • Stecker-/Buchsen
  • etc.

 

In der Spalte “Rang” steht die Priorität. Je kleiner der Wert, umso bedeutender. Fangen Sie also bei Rang 1 an und prüfen die Umsetzbarkeit der in Spalte “Maßnahmen” vorgeschlagenen Positionen. Versuchen Sie möglichst viele der vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen, bevor Sie sich mit der nächsten Tuninggruppe beschäftigen.

Die Tabellenangaben sind als grobe Orientierung für die meisten Audioanlagen, insbesondere von Stereoanlagen zu verstehen. Im Einzelfall können durchaus auch andere Prioritäten sinnvoll sein.

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