Das High End Kabel – Die optimale Kabellänge

Können Audiokabel “klingen”?

Ein ganz klares Nein! Aber sie können den Klang beeinflussen. Und das deutlich. Weil das so ist, gibt es auf dem HiFi-Zubehörmarkt ein breites Angebot von Audiokabeln. Und jedes Kabel in der audiophilen Kette ist wichtig. Ob Netzkabel, Cinchkabel oder Lautsprecherkabel: hier darf nicht gespart werden.

Doch wie unterscheidet sich ein “gutes” von einem “schlechten” Kabel? Nun, einfach ausgedrückt stellt das “gute” Kabel sicher, daß das Ursprungssignal unverfälscht am Bestimmungsort (z.B. Verstärker) ankommt. Also keine Bevorzugung von bestimmten Frequenzen, kein “dazuinterpretieren” von Rauminformationen.

So selbstverständlich der Anspruch an das Kabel ist, umso schwieriger ist es, ein solches Kabel herzustellen. Schließlich gibt es keine “Kochbücher”, die den Weg zum perfekten Kabel zeigen. Die Kabelentwickler müssen in langwierigen Versuchen den Weg zum audiophilen Kabelhimmel selbst finden. Und es zeigt sich, dass es hier viele Wege gibt.

 

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Die optimale Kabellänge

Jedes Kabel wirkt wie eine Antenne. Es entsteht eine Hochfrequenz-Spannung, wenn die Kabellänge der Wellenlänge einer “Fremd”-Frequenz (oder ein Vielfaches davon) entspricht.

Dies gilt auch für abgeschirmte Kabel! Die HF wird hier in den Schirm eingekoppelt und ist damit zunächst auf der Erde und dann über die Masse auch wieder im Gerät präsent. Wäre die Masse bzw. Erde perfekt, wäre das kein Problem, aber leider ist das für HF nicht der Fall. Und HF-Strahlung gibt es leider zur Genüge. Denken Sie nur an Radio- und Fernsehsender, Amateurfunker, Handys, Mikrowellenherde, schnurlose Telefone, etc. Die empfindlichen Audiogeräte sind auf die Verarbeitung von niedrigen Frequenzen bis ca. 20 kHz ausgelegt, oftmals noch mehr. HF-Frequenzen im MHz-Bereich wirken sich hier kontraproduktiv aus.
Daher sollten die Netzkabel und LS-Kabel eine Mindestlänge von 1,5 m nicht unterschreiten, bei NF-Kabel hat sich eine Länge von 1,2 m als vorteilhaft erwiesen.

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